Peru – abenteuerlich und ein Land ganz nach unserem Geschmack

Während das Flugzeug in Antofagasta in die Lüfte stieg, muss ich eingeschlafen sein. Kein Wunder nach den 6-7 Stunden Wartezeit am Flughafen. Angekommen in Lima um 8:00 Uhr morgens sind wir mit einem Taxi zu unserer gebuchten Airbnb Unterkunft gefahren. Hatten zuerst in Erwägung gezogen zu laufen, aber da uns mehrere Einheimische aufgrund der Sicherheitslage davon abgeraten hatten, sind wir mit dem Taxi dorthin. Unsere Gastfamilie war sehr nett und wir konnten sofort in unser Zimmer einchecken. Ein Glück. Wir mussten dringend Schlaf nachholen. Abends sind wir dann noch los und in ein kleines Restaurant um’s Eck essen gegangen. Am nächsten Tag haben wir uns eine Sim card organisiert. Die kostete gerade mal 5 EUR und reichte für 30 Tage. Perfekt für uns. Da wir noch keine genaue Route oder dergleichen geplant hatten, entschieden wir uns erstmals ein paar Tage in Lima zu bleiben um uns zu organisieren. Wir buchten eine andere Airbnb Unterkunft im Stadtviertel Miraflores. Bei der Ankunft waren wir etwas enttäuscht, denn die Airbnb Unterkunft entpuppte sich als stinknormales Hostel. Unser Zimmer war klein, hatte ein Fenster raus in den Gang und war direkt neben der Rezeption gelegen. Kamen uns vor wie in einer Garage. Hinzu kam dass wir ein Gemeinschaftsbad hatten, was wir nicht gebucht hatten. Wir versuchten das Beste aus dem Aufenthalt zu machen. 5 Stunden hatten wir keine Möglichkeit um die Toilette zu nutzen oder zu duschen, da wir kein fließendes Wasser hatten. Immerhin war das Frühstück, das im Nachbar Hostel serviert wurde, sehr gut. Am darauffolgenden Tag sind wir ans Meer spaziert und haben uns dort die Promenade angeschaut. Hier wurde eine Shopping Mall in die Klippen gebaut. Sehr beeindruckend und man hat von überall einen wunderbaren Blick aufs Meer. Hier ließ sich gut die Zeit vertrödeln. Miraflores entpuppte sich als wahres Feinschmecker Paradies. Zahlreiche, kleine Restaurants die immer ein Tagesmenü anboten. Und das zu einem super Preis. Mein Lieblingsgericht war nach ein paar Tagen gefunden, Lomo Saltado. Reis mit leckerem Gemüse und würzigen Rindsfleisch-Streifen und David sein Lieblingsgericht war Pollo Saltado, also mit Hühnchen. Am darauffolgenden Tag sind wir nach Barranco, das Künstlerviertel von Lima, am Meer entlang spaziert. Das hat uns gut gefallen. Lima ist sehr modern, sauber und gefiel uns immer besser. Im Internet hatte ich etwas von einem Peru Hop-Bus gelesen. Das ist ein Bus der eine bestimmte Strecke in Peru zurück legt und man kann da wo es einem gut gefällt aussteigen und solange dort bleiben wie man möchte. Das Gute daran war, dass wir 12 Stunden vorher erst entscheiden mussten ob wir am nächsten Tag zum nächsten Ziel mitfahren möchten oder nicht. Dies konnte man ganz leicht online umbuchen. Der Pass kostete uns 228 USD und war 1 Jahr lang gültig. Es war ein Kombi-Pass für Peru und Bolivien. Der Pass beinhaltete folgende Strecke: Lima, Paracas, Huaccachina, Nazca, Arequipa, Cusco, Puno, La Paz. Klar, Peru Hop ist sicher nicht die günstigste Variante um Peru zu bereisen, aber für uns war es perfekt, da wir spontan entscheiden konnten wie lange wir an einem Ort blieben. Hinzu kam der kostenlose Transfer von der Unterkunft zum Bus und umgekehrt. Somit sparten wir uns einige Taxifahrten und längere Strecken zu Fuß. Es waren sehr moderne Busse, englisch sprechende Guides an Board und man fühlte sich einfach gut aufgehoben. Gewisse Ausflüge/Touren waren sogar im Ticketpreis inkludiert und für andere Touren hatten sie super Preise. Diese konnte man ganz bequem im Bus buchen, auch Unterkünfte. Da wir immer etwas länger an einem Ort blieben, haben wir nie Touren vorab gebucht und auch die Unterkünfte haben wir selbst gebucht. Allerdings haben wir gesehen, dass bei den Touren kein Preisunterschied gewesen wäre. Hinzu kam Gratis Popcorn und coole Filme im Bus sowie Hilfe bei allen Fragen.

Paracas war unser 1. Ziel. Zuvor stoppte der Bus bei der Inka Ruine „Tambo Colorado“. Hier haben wir eine kleine Führung bekommen. Danach sind wir weitergefahren nach Paracas. Hatten ein nettes kleines Hotel etwa 5 min vom Strand entfernt gebucht. Abends ließen wir uns von einem leckeren Fisch Barbecue verwöhnen und genossen den Sonnenuntergang am Strand bei einem Mojito. Am nächsten Morgen buchten wir die Tour vor Ort zu den Isla Ballestas mit einem Boot. Wir haben viele Seelöwen gesehen, Piguine und zahlreiche Vogelarten. Hinzu kam das strahlend schöne Wetter und die beeindruckenden Farben des Meeres. Es war ein sehr schöner Ausflug und wir bezahlten nur 10 EUR.

Weiter ging die Busfahrt, zuerst ins Paracas National Reserve. Wunderschön anzuschauen. Hier trifft die Wüste auf das wilde Meer. Danach fuhren wir weiter nach Huacachina. Eine kleine Oase in der Wüste und drumherum haben sich ein paar Hotels angesiedelt. Wir hatten eine super Unterkunft mit Pool gebucht und konnten so der Hitze gut entfliehen. Sind die Dünen, die um die Oase empor ragten, hoch gelaufen. Puh war das anstrengend im tiefen Sand und bei 34 Grad aber der Blick auf die Oase war der Hammer und jede Mühe wert. Nachmittags entschlossen wir uns spontan eine Buggy Tour zu machen. Das war ein heiden Spaß. David und ich hatten die besten Plätze. Ganz vorne beim Fahrer. Wir fühlten uns wie in einer Achterbahn. Unser Fahrer bretterte die Dünen hoch und runter und wir wurden ordentlich durchgeschüttelt. Sind an mehreren Spots stehen geblieben um coole Fotos zu schießen und danach sind wir auf Sand-Boards die Dünen im Liegen rodelnd selbst runter gedüst. Sand Dusche inklusive. Wir hatten sehr viel zu Lachen und super nette Leute kennen gelernt. Leider ging mein Selfie Stick von meiner Action Cam kaputt. Der krönende Abschluss war die Sonne, die langsam hinter den Dünen verschwand. Was für ein toller Sonnenuntergang. Bei der Rückfahrt übertrieb es unser Fahrer etwas mit der Geschwindigkeit und als wir gerade sehr steil bergab brausten, flog der Deckel unserer Motorhaube nach hinten. Unser Fahrer blieb ruhig und konnte zum Glück seitlich daran vorbei schauen und steuerte uns sicher nach unten. Was für ein Erlebnis. Den letzten Tag verbrachten wir chillend am Pool.

Unser nächster Halt waren die Nazca Linien. Das sind Scharrbilder im Sand, die so tief sind, dass sie nicht vom Winde verweht werden. Schon beeindruckend. Hier kamen wir allerdings erst gegen späten Nachmittag an. Konnten gerade noch auf den Aussichtsturm klettern und 3 Motive bestaunen, bevor die Sonne am Horizont verschwand. Man kann auch untertags mit einem kleinen Propeller Flugzeug drüber fliegen und die zahlreichen Motive anschauen. Das Geld war es uns jedoch nicht Wert. Sei jedoch sehenswert hat man uns erzählt. Aber da wir etwas auf unser Budget achten müssen, können wir nun mal nicht alles machen.

Nach Nazca ging es weiter in die weiße Stadt Arequipa. Diese liegt auf 2.400m und ist umgeben von 3 majestätischen Vulkanen. Leider waren wir bei unserem Aufenthalt etwas angeschlagen und somit hatten wir nicht so viel Zeit die Stadt besser kennen zu lernen. An einem Tag ging sich noch eine Free Walking Tour aus. Die restlichen Tage haben wir genutzt um fit zu werden für unser bevorstehendes Abenteuer. Eine 3 tägige Trekking Tour durch den Colca Canyon. Was uns hier geritten hat, wissen wir beide nicht mehr :-D. Kurz vor der Tour wurden wir beide richtig krank. Aber wir hatten bereits gebucht und es gab keine Geld-zurück Option, also entschlossen wir uns es trotzdem durch zu ziehen.

Früh morgens um 3:15 wurden wir abgeholt, dann ging es mit dem Bus zum Frühstück nach Cabanaconde. Nach dem Frühstück fuhren wir zu den Condoren. Was für majestätische Vögel. Es war beeindruckend wie sie über den Colca Canyon schwebten. Wir waren richtig fasziniert. Als hätten Sie eine Choreografie für uns einstudiert. Richtig toll sie zu beobachten. Danach fuhren wir zum Startpunkt unserer Trekking-Tour. Von 3.300m mussten wir am 1. Tag auf 2.100m hinab wandern. Hinab klingt erstmals leicht, aber das war es bei Gott nicht. Stundenweise ging es sehr steile Pfade bergab und die Sonne brannte erbarmungslos auf uns nieder. Leider hatten wir nicht die besten Trekking-Schuhe sondern nur normale Laufschuhe. Sind mehrmals umgeknickt. Gegen Ende hin haben sogar unsere Beine begonnen zu zittern und während des Abstiegs musste ich Joana aus unserer Gruppe mit Magnesium, Banane und Kopfbedeckung versorgen, sonst wäre sie neben mir zusammengebrochen. Hinzu kam, dass es keine Schattenplätze gab, somit blieb uns nichts weiter übrig als die Zähne zusammen zu beißen und weiter zu laufen. Unten bei der Brücke angekommen konnten wir uns 15 min ausruhen. Dies war auch bitter nötig. Danach ging es weiter. Dieses Mal steil nach oben. Oben angekommen mussten wir dann noch ca. 40min zu unserer Unterkunft laufen. Ich sag’s euch, wir haben dort schon gelitten. Unsere Waden haben gebrannt wie Feuer und wir waren fix und fertig. Und das am 1. Tag. Als man uns dann noch darum gebeten hat, das Bett bitte auf Skorpione und Spinnen zu durchsuchen, wäre ich am liebsten weg gerannt. In einer einfachen Lehmhütte ohne Licht und mit allen möglichen Krabbel-Tieren sollten wir schlafen. Tja, es nutze nichts. Mit Stirnlampe bewaffnet gingen wir auf Suche und zu unserem großen Glück fanden wir nichts, außer ein paar eklige Spinnen die hoch oben in den Dachbalken hingen. Nach dem Abendessen saßen wir mit unseren Gruppen- Kollegen aus Holland zusammen und hatten es noch richtig lustig. Erstaunlicherweise konnten wir ziemlich gut schlafen. Wahrscheinlich weil wir so erschöpft waren. Der nächste Tag startete gemütlicher. Frühstück um 7:30 Uhr und danach folgte erst mal 3 Stunden lang ein ebener Weg bzw. leicht bergab und leicht bergauf. Unser Guide zeigte uns alle möglichen wilden Früchte und ließ uns probieren, dann wurden wir noch mit Blattläuse-Kot im Gesicht bemahlt. Juhu! und nach einer leckeren Guacamole Jause ging es weiter zur nächsten Unterkunft. Leider zu unserem Leid, wieder sehr steil bergab. David hatte mit dem Knie Probleme und ich merkte meine Waden vom Vortag. Aber irgendwie schafften wir es zur 2. Unterkunft und wurden dort mit einem warmen Essen und einem kühlen Pool belohnt. Die meisten von uns legten sich erstmals ein paar Stunden hin und sprangen später in den wohlverdienten Pool. Das war das einzigste dass modern war an der Unterkunft. Nach dem Abendessen entschied ich mich, dass ich den morgigen Aufstieg von 1.200 Höhenmeter mit Hilfe eines Mulis antreten werde. Ich war fix und alle und wusste, dass ich es nicht schaffen würde in der Zeitvorgabe von 3 Stunden oben anzukommen. Joana entschied sich ebenfalls dafür einen Muli zu nehmen. Die Männer sind am nächsten Morgen um 4:30 Uhr ohne uns losgezogen. Mein Schatz David hat die Herausforderung angenommen und trotz Knie Problemen den Aufstieg gewagt. Er kam völlig an seine Grenzen und hat es gerade noch nach oben geschafft. Ich war sehr stolz auf ihn. Wir starteten mit den Mulis 1 Stunde später. Ich war einfach nur beeindruckt wie die Mulis die steilen Pfade, über Felsen hochmaschiert sind. Natürlich taten sie mir schrecklich Leid, aber ich war in diesem Moment einfach nur heilfroh dass die Mulis da waren. Ich hätte es ohne die Hilfe der Mulis niemals in dieser Zeitvorgabe geschafft. Und da unser Bus oben schon wartete, mussten wir nach dem Aufstieg so schnell es uns möglich war zum Frühstück und danach ging es mit dem Minibus weiter. Zu 3 Aussichtspunkten und dann zurück nach Arequipa. Im Nachhinein sind wir mega stolz es durchgezogen zu haben, jedoch werden wir zwei wohl nie zu richtigen Trekking-Fans 😀 Den Leuten kann ich diese Tour nicht weiter empfehlen, da sie einen sehr straffen Zeitplan hat und auch unser Guide nicht gerade fürsorglich war. Er marschierte fast die ganze Zeit in einem Affenzahn voran. Wenn dann würde ich die Tour lieber alleine machen und die Unterkünfte selbst buchen. Somit hat man keinen zeitlichen Druck und kann das Ganze auch richtig genießen. Die Landschaft vom Colca Canyon ist wunderschön und wir waren anfangs auch mit Freude und Begeisterung dabei aber danach war es einfach nur noch ein Kampf und das soll es unserer Meinung nach nicht sein. In Arequipa angekommen schleppten wir uns nur noch zum Abendessen, dann Rucksack packen und schlafen.

Es ging weiter nach Cusco. Auf dem Weg dorthin haben wir uns mit warmen Pullovern aus Alpaka Wolle, Socken und einer Mütze eingedeckt. Diese haben wir einer Einheimischen zu einem super Preis während eines Bus Stops abgekauft. Den niedrigen Temperaturen auf über 3.000m konnten wir nun trotzen. Angekommen in Cusco haben wir die Umgebung etwas erkundet und uns auf die Suche nach einem guten Restaurant gemacht. Puh, die Luft auf über 3.000m war ganz schön dünn und somit hatten wir nachts ein wenig Schwierigkeiten mit dem Atmen. Am nächsten Tag schauten wir uns den Hauptplatz etwas genauer an und wurden von zahlreichen Verkäufern belästigt, dass wir schnell das Weite suchten. Unser Plan war es, dass wir mit dem Minibus nach Hidroelectrica fahren und von dort aus zu Fuß 12 Kilometer nach Aguas Calientes marschieren und dort 2 Nächte übernachten. Also kauften wir uns ein Hin und Retour Ticket für den Mini Bus, sowie das Eintrittsticket für Machu Picchu. Am nächsten Tag ging es früh morgens los. Wie so oft, gab es in dem Mini Bus nicht an jedem Platz Sicherheitsgurte und so kam es das wir unsere guten Plätze mit 2 jüngeren Mädels tauschten, nachdem die einen hysterischen Anfall bekamen, als sie mitbekamen, dass sie die Plätze ganz vorne hatten, ohne Sicherheitsgurte. Diese Entscheidung bereuten wir im Nachhinein ein wenig, denn nun saßen wir zwei vorne und mussten uns gut festhalten, bei der 7 stündigen Fahrt durch zahlreiche Serpentinen. Was für eine abenteuerliche Fahrt. Wir sind so schmale Straßen, Schotterwege entlang gefahren, dass man zum Teil das Gefühl hatte mit dem Bus über dem Abgrund zu schweben. Nichts für Leute mit Höhenangst oder für schwache Nerven ;-). Sind dann zum Glück wohlerhalten in Hidroelectrica angekommen. Nach einer kurzen Stärkung und eintragen am Check Point sind wir dann los gelaufen Richtung Peru Rail. Hier sind wir anstatt in den teuren Zug einzusteigen, an den Schienen entlang gelaufen. Der Weg führt bis nach Aguas Calientes. Es war eine schöne Wanderung und dank kleinem Rucksack gut zu meistern. Es ging immer leicht bergauf, jedoch absolut machbar. Die Landschaft ist sehr grün und es war richtig cool, entlang der Schienen zu wandern. Hin und wieder mussten wir über eine Brücke oder über einen Abschnitt auf den Schienen balancieren und auch dem Peru Rail ausweichen. Dieser machte sich immer durch lautes Hupen frühzeitig bemerkbar. So kamen wir nach knapp 3 Stunden in Aguas Calientes an und belohnten uns mit einer Pizza. Danach kümmerten wir uns um das Bus Ticket für die Fahrt hoch zum Machu Picchu. Wir waren immer noch erschlagen von der 3-tägigen Trekking Tour und auch die Mini Bus-Fahrt über die Serpentinen sowie die Wanderung nach Aguas Calientes hatte ihre Spuren hinterlassen und so beschlossen wir, nicht die etlichen Stufen hoch zu laufen, sondern den Bus zu wählen. Dies bereuten wir nicht. Es schüttete an diesem Morgen wie aus Eimern. Wir hatten ein Ticket für 8 Uhr gekauft, da 7 Uhr nicht mehr verfügbar war und machten uns nach dem Frühstück auf den Weg zum Bus. Vor unserer Unterkunft war das Ende der Warteschlange und so hatten wir es nicht weit. Mit Regenponcho und Regenjacke bewaffnet stellten wir uns in die Warteschlange und waren nach ca. 30min auch schon im Bus. Der Regen ließ nach und als wir oben am Eingangstor angekommen sind konnten wir auch schon hinein. Viele Stufen führen zu den ersten Aussichtplattformen. Dicker Nebel verhüllte die Ruinen und von Machu Picchu war nichts zu sehen. Wir haben uns zuerst mal ein Plätzchen gesucht, uns hingesetzt und etwas gegessen. Nach ca. 2 Stunden Wartezeit klarte der Nebel auf und Machu Picchu kam zum Glück zum Vorschein. Diesen Moment werden wir beide nicht mehr so schnell vergessen. Es war magisch. Dieser mystische Berg mit den Inka Ruinen in Wirklichkeit zu sehen und davor zu stehen war unbeschreiblich. Ehrfürchtig standen wir davor und bestaunten dieses Weltwunder. Dann wurden fleißig Fotos geschossen und die Sonne gesellte sich sogar noch dazu. Es war perfekt. Sind dann noch mehrere Stunden auf dem Gelände herum gelaufen und haben bei strahlend blauen Himmel über das Meisterwerk der Inkas gestaunt und die Ruinen Stadt mit ihren niedlichen Lamas/Alpakas erkundet. Wir waren so glücklich hier zu sein. Im Nachhinein sind wir froh, dass wir nicht den Fußweg hoch gewandert sind, denn oben muss man auch viele zahlreiche Stufen laufen und man sah genau, wer mit dem Bus hoch gefahren ist und wer nicht. Und bei diesem Sauwetter so steile Stufen frühmorgens hochklettern war auch nicht gerade einladend. Nächstes Mal würden wir aber nur ein Bus Ticket kaufen um hoch zu fahren und hinunter würden wir laufen. Das wäre gut machbar gewesen, aber da wir dann schon beide Tickets gekauft hatten, fuhren wir auch wieder mit dem Bus hinunter. Wir können auch nicht verstehen, dass jeder um 6 Uhr früh oben sein möchte, denn dann ist die Ruinen Stadt in dichten Nebel eingehüllt und man sieht einfach nichts und muss stundenlang warten. Außerdem sind immer viele Menschen dort, egal ob man um 6 Uhr früh kommt oder etwas später. Aber gut, das soll jeder für sich selbst entscheiden. Für uns war das Ticket für den Eintritt um 8 Uhr ideal. Beim Ausgang konnte man sich noch einen Stempel mit Macchu Picchu als Erinnerung in den Reisepass stempeln. Was für eine schöne Erinnerung. Es war ein mega Erlebnis und zählt zu einem unserer Highlights auf unser bisherigen Weltreise. Zurück in Aguas Calientes ließen wir den Tag noch gemütlich bei einem kühlen Bier ausklingen. Am nächsten Morgen ging es für uns zurück nach Hidroelectrica. Wieder zu Fuß, 12 Kilometer. Auch an diesem Morgen schüttete es aus Eimern. Aber es nutze nichts, wir mussten wieder zurück nach Hidroelectrica, denn dort wartete der Mini Bus auf uns. Also zogen wir unsere Regenjacken und Regenponchos an und marschierten los. Petrus hatte Erbarmen und nach ca. 1 Stunde hörte es auf zu regnen. Dort angekommen, war von unserem Mini Bus nichts zu sehen. Niemand der zahlreichen Mini Busse hatte unsere Namen auf der Liste und es wurden immer weniger. Langsam wurden wir etwas nervös. Nach mehreren Nachfragen wurden wir von einem Fahrer zu einem Parkplatz mitgenommen. Hier versammelten sich die „Vergessenen“ und wir wurden einem anderen Mini Bus zugeteilt. Wir waren heilfroh, dass wir überhaupt mitgenommen wurden. Unser Fahrer entpuppte sich leider als rücksichtsloser Ralley Fahrer. Der ist gefahren, als gäbe es kein Morgen. Er musste sogar die Bremsscheiben während des Pausen-Stop austauschen, weil er die so abgefahren hatte. Müde und erschöpft von der wilden Autofahrt kamen wir spät abends in Cusco in unserer Unterkunft an. Hier hatten wir unser Gepäck eingelagert und auch im Vorhinein ein Zimmer für 1 weitere Nacht gebucht. Dies war die richtige Entscheidung. Am nächsten Tag konnten wir ausschlafen und nach dem Frühstück haben wir uns noch spontan entschlossen an einer Free Walking Tour durch Cusco teil zu nehmen. Hier haben wir eine nette Truppe aus Deutschland kennen gelernt, mit denen wir den Abend verbrachten. Unser Bus fuhr abends um 22 Uhr. Wir hatten das Glück, die breiteren Sitze im unteren Teil des Busses zu ergattern und so kamen wir um 6:30 Uhr in Puno an und konnten auch gleich im Hotel einchecken. Wir erholten uns am 1. Tag und buchten spontan noch eine Tour für den nächsten Tag. Mit dem Boot ging es zu den Uros (Indianer Volk) die auf selbstgebauten Schilfinseln auf dem Titicacasee leben. Der Titicacasee ist ca. 13x so groß wie der Bodensee und liegt auf über 3.810m. Neben den Inseln bauen sie auch ihre Hütten und Boote aus Schilf. Nach 1 bis 2 Jahren müssen sie die Inseln erneuern, da das Schilf vorne zu unten weg fault. Wir waren bei einer Familie zu Gast und haben viel Wissenswertes über das Leben der Uros erfahren. Es war total seltsam auf dem schwankenden Schilfboden zu laufen. Der Tourismus und der Fischfang ist die die Haupteinnahme-Quelle der Uros-Indianer. Danach ging die Boots-Tour weiter zu Insel Tanquile. Hier machten wir einen kleinen Spaziergang und sind mit leckerer Quinoa-Suppe und gebratenen Fisch von den Einheimischen verwöhnt worden. Wir haben viel Interessantes über die dort herrschenden Traditionen erfahren und nach einem erneuten Spaziergang ging es zurück aufs Boot. Es war ein toller Ausflug, sehr touristisch, aber durchaus sehenswert. Einen Stempel vom Titicacasee haben wir gegen eine kleine Gebühr von den Uros in unseren Reisepass bekommen. Alleine durch das hatte sich der Ausflug gelohnt. Leider machte David die Höhe nach wie vor nachts sehr zu schaffen, weshalb wir nicht länger auf dieser Höhe bleiben konnten.

Als Nächstes geht es mit dem Peru Hop Bus weiter nach Bolivien. Hier ist Copacabana unser 1. Ziel. Dies liegt ebenfalls am Titicacasee. Jedoch auf der bolivianischen Seite. Wir sind schon gespannt was uns hier erwartet.

PERU du bist ein wundervolles Land und zählst zu einem unserer Lieblingsländer in Südamerika.

Chile – vielfältig und modern

Mit dem Bus fuhren wir von Mendoza los. Unser Ziel war Santiago in Chile. Über die beeindruckenden Anden ging es in Schlangenlinien steil bergauf. Am Grenzübergang auf knapp 5.000 m angekommen, mussten wir 2,5 Stunden Wartezeit vertrödeln. Das war gar nicht so leicht, da uns die Höhe das Atmen erschwerte und sich auch noch fiese Kopfschmerzen dazugesellten. Der Bus wurde in der Zwischenzeit von den Zöllnern mit Spürhunden auf Drogen durchsucht und auch unser Gepäck wurde mehrmals geprüft. Nachdem wir dann endlich unseren Einreisestempel im Pass hatten, ging die kurvenreiche Fahrt weiter, dieses Mal abwärts. Ziemlich geschlaucht kamen wir nach 7 Stunden abends in Santiago de Chile an. Nachdem wir uns eine Simcard und etwas Bargeld organisiert hatten fuhren wir mit UBER in unser gebuchtes Apartment. Den Abend verbrachten wir mit unseren Klamotten auspacken und uns ein wenig in dem Apartment einzurichten. Am nächsten Tag gingen wir in den kleinen Supermarkt um die Ecke und deckten uns mit Lebensmittel und Getränken ein. Wir schlenderten zum Plaza de Armas, dieser war nur einen 10-minütigen Fußmarsch von unserem Apartment entfernt und erkundeten ein wenig die Nachbarschaft.

Den Aufstieg zum Cerro San Cristobal erreichten wir nach einem 40 minütigen Fußmarsch durch das Künstlerviertel Bellas Artes. Dort angekommen beginnt der Pfad der auf den Cerro San Cristobal und zur Marienstatue hinauf führt. Es war ein schön angelegter Pfad der ziemlich steil nach oben führte, vorbei an zahlreichen Aussichtspunkten die einem schon einen kleinen Vorgeschmack gaben was oben auf uns zukommt. Nur 600 Höhenmeter galt es zu überwinden. Bei 34 Grad war es ein sehr schweißtreibender Akt. Oben angekommen wurden wir dann mit dem bombastischen 360 Grad Panorama Blick auf Santiago de Chile belohnt. Wir schlenderten auf den verschiedenen Aussichtsplattformen umher und gingen hoch zur Marienstatue, unter der großen Statue ist eine klitzekleine Kapelle die man anschauen kann. Wir saßen stundenlang auf den Stufen und staunten über die wunderschöne Aussicht auf Santiago. Für die, die nicht so gut zu Fuß sind gibt es auch eine Art Zahnradbahn und eine Seilbahn die auf den Cerro San Cristobal hochfährt. Wir sind hoch und runter gelaufen.

Das Viertel Bellas Artes haben wir uns am nächsten Tag nochmals etwas genauer angeschaut. Zahlreiche kleine Gassen mit vielen kleinen Ständchen (Klamotten, Schmuck, Essen) gab es zu entdecken. Auch das Bellas Artes Kunst Museum haben wir uns angeschaut und sind danach noch durch den angrenzenden Park geschlendert und haben im Schatten der Bäume die Umgebung auf uns wirken lassen.

Dann haben wir uns noch den Parque Lucia angeschaut. Dieser ist sehr schön mit einem kleinem Schloss und einer Burg mit verschiedenen Aussichtsplattformen. Hier kann man gut einen halben Tag verbringen. Wir hatten eine Menge Spaß dort. Die Sonne strahlte uns jeden Tag in Santiago entgegen und es hatte immer über 30 Grad. Nachts kühlte es jedoch um die 10 Grad runter, was sehr angenehm war.

Mit dem Bus ging unsere Reise weiter nach Valparaiso. 3 Stunden von Santiago de Chile entfernt liegt diese Hafenstadt direkt am Meer. Sie ist bekannt durch ihre zahlreichen vielen Gassen mit ihren unzählig vielen Stufen und mit Graffitikunst bemalten Häuser. Es gibt einige Aufzüge die in die Oberstadt führen. Wir sind mit 2 dieser speziellen Aufzüge gefahren. Der bekannteste ist der Ascensor „El Peral“ Nach 2 Minuten steil bergauf ist man schon oben angekommen. Wir sind durch die vielen Gassen durchspaziert und haben uns die unzähligen Graffiti Kunstwerke angeschaut. Manchmal stinkt es nach Hunde Kot, Urin oder Fisch, aber Valparaiso hat einen gewissen Charme. Es war ein schöner Tag und wir fanden es durchaus sehenswert.

Unser nächster Halt war Vina del Mar. Dies liegt nicht weit entfernt von Valparaiso. Sind mit einem der kleinen Regio Busse dorthin gefahren. Der Busfahrer hat uns in der Nähe unserer Unterkunft rausgelassen. Das funktioniert in Chile ganz gut. Einfach dem Busfahrer auf dem Handy zeigen wo man hin möchte und er lässt einen an der richtigen Stelle raus. Bei unserer Gastfamilie hatten wir ein kleines Apartment im Hinterhof ganz für uns allein. Das war super gelegen. Nur 15 Minuten vom Strand entfernt. Diesen haben wir uns gleich am nächsten Tag angeschaut – playa del sol. Und so war es auch, Sonne satt den ganzen Tag. Die Wassertemperatur war allerdings nichts für uns. Gerade mal 16 Grad, da Vina del Mar am Pazifik liegt ist das Wasser dort sehr kühl. Brrrr* Aber immerhin konnte man sich sonnen und relaxen. An einem anderen Tag haben wir uns noch das Castillo Wulff (kleines Schloss am Meer) und das Wahrzeichen von Vina del Mar angeschaut, die Reloj del flores (Blumen-Uhr) angeschaut. Wir haben einen Haufen von Pelikanen entdeckt, als wir am Meer entlang geschlendert sind. Die waren cool.

Als nächstes führte unser Weg nach La Serena. Dies liegt ungefähr 3 Stunden von Vina del Mar entfernt. Ebenfalls am Meer. Am Bus Terminal wurden wir herzlich von unserem Gastgeber Carlos und seiner Tochter empfangen. Nach einer kleiner Führung durch die Wohnung gab es noch ein Gläsle Sekt. Carlos Wohnung hat einen atemberaubenden Panorama Blick auf’s Meer. Zuerst einmal haben wir die Gegend erkundet und haben den Strand getestet. Das Stadtzentrum von La Serena haben wir uns angeschaut und natürlich den Plaza de Armas (den es in fast jeder südamerikanischen Stadt gibt) An einem anderen Tag sind wir am Strand entlang spaziert bis zu dem Leuchtturm – dem Wahrzeichen von La Serena. Der Strand ist sehr breit und eignet sich hervorragend für lange Spaziergänge. 10 Kilometer sind da zusammen gekommen. Auch dem Tal Elqui, Pisco Elqui statteten wir einen Besuch ab. Mit dem Bus ging es vom Stadtzentrum in das ca. 2 Stunden entfernte Pisco Elqui. Dieses ist bekannt durch seinen Pisco-Schnaps. Dieses schöne Tal, liegt eingebettet in einer wunderschönen Bergkulisse und ist einer der sonnenreichsten Orte die es in Chile gibt. Dies bekamen wir auch gleich zu spüren. Es war extrem heiß. Über 30 Grad. Zuerst mussten wir im Schatten vom Hauptplatz etwas relaxen und danach sind wir dann losgelaufen. Auf der Suche nach einem Wanderweg, Trail sind wir lange in der Gegend herumgelaufen und haben uns durchgefragt. Waren auch beim Tourist-Office, aber selbst die konnten uns nicht weiterhelfen. Die meisten Wanderwege liegen etwas entfernt von Pisco und hierfür braucht man ein eigenes Auto um dorthin zu gelangen. Wir haben nichts gefunden und sind dann einfach an der Straße entlang gelaufen. Bis zu einem Pisco Weingut. Dieses haben wir besichtigt und sind dann wieder den Weg zurück gelaufen. 10 Kilometer haben wir an dem Tag zurück gelegt und abends sind wir müde ins Bett gefallen.

Punta de Choros – ein kleines Fischerdorf irgendwo im Nirgendwo stand als nächstes auf unserer Liste. Dies liegt sehr abgelegen, aber dort gibt es Robben und Pinguine, also sind wir dort hin und haben den Weg mit dem Bus auf uns genommen. Nach gut 4 Stunden kamen wir in dem kleinen Dorf an. Da gab es wirklich nichts, außer einem kleinen Steg bei welchem die Tour-Boote anlegen und ein Tante-Emma-Laden bei dem es die wichtigsten Lebensmittel zu kaufen gibt. Wollten dann gleich ein Ticket für den nächsten Tag kaufen um an der Boots-Tour teilzunehmen, aber das Büro war nicht besetzt und die Fischer sagten uns wir sollen morgen um 9 Uhr unser Glück versuchen. Gesagt, getan. Am nächsten Tag marschierten wir runter zum Ticketschalter, aber leider war dort niemand anzutreffen. Nach einem Empanada-Frühstück an einem der kleinen Hütten und einem Kaffee gesellte sich ein Chilene zu uns, der ebenfalls eine Tour machen wollte. Er erklärte uns wir wären zu wenig Leute. Erst ab 9 Personen machen sie die Tour. Wir waren nur zu dritt. Er entschloss sich am Pier zu warten und wir sind in unsere nahe gelegene Unterkunft zurück gelaufen und haben uns derweil etwas aufgewärmt. Denn in Punta los Choros war es um einiges kälter als zuvor in La Serena. An diesem Tag war es wolkig und windig, aber es war unser einziger Tag an dem wir die Tour machen konnten, also sind wir nach knapp 2 Stunden auf gut Glück nochmals zum Pier marschiert und siehe da, es warteten bereits 9 Leute auf uns. Perfekt, nachdem Ausfüllen von Formularen und bezahlen der Eintrittsgebühr für das National Reserve sowie für die Boots-Tour ging die wilde Fahrt los. In einem kleinen Boot saßen wir zusammengekuschelt in unseren Windjacken und trotzten Wind, Wellen und Wetter. Zuerst fuhren wir zu der Insel bei der die Humbold-Pinguine zuhause sind. Konnten auch ein paar von ihnen entdecken. So süß, wenn sie die Felsen runter watscheln. Danach haben wir noch ein paar braune Robben bestaunt, die sich auf den Felsen, Inseln gesonnt haben. Als letzter Stop war ein Spaziergang auf der Isla Damas geplant. Das Natur Reservat wird streng kontrolliert und nach Ankunft hatten wir 1 Stunde Zeit uns dort aufzuhalten. Es gibt 2 Wege die man entlang laufen kann. Einer führt rund um die Insel und der zweite führt nach oben zu einem Aussichtspunkt. Wir sind beide Wege gelaufen, das war gut machbar in einer Stunde. Zum Schluss kam noch die Sonne raus und bei strahlend blauem Himmel sind wir wieder zurück zum Pier gefahren.

Geplant gewesen wäre eine Weiterfahrt nach Caldera, allerdings gibt es keine Busse die von Punta los Choros direkt nach Caldera fahren. Tja, somit mussten wir zuerst nach La Sererna zurück zum Bus Terminal und hoffen, dass wir für den gleichen Tag noch 2 Sitzplätze nach Caldera ergattern. Das Glück war auf unserer Seite und somit fuhren wir mit dem nächsten Bus nach Caldera. Dort angekommen marschierten wir in die Unterkunft. Diese war gar nicht so leicht zu finden, ohne Schild, Beschriftungen, Hausnummer aber wir schafften es trotzdem und haben den Rest vom Tag am Strand verbracht. In diesem kleinen Ort ist nicht viel los. Von Caldera ging es mit einem Colectivo (Taxi) weiter nach Bahia Inglesa – die kleine Karibik Chile’s. Es erwartete uns wunderschönes, türkisfarbenes Wasser und ein weißer Sandstrand mit Palmen. Fast so wie in der Karibik, bis auf die Wassertemperatur von immer noch 16 Grad. Puh, es kostete Überwindung aber ich habe es mir nicht nehmen lassen und bin trotzdem hinein gehüpft. Was für eine Erfrischung. Hier haben wir 2 Tage verbracht. Danach ging es nach Caldera zurück und mit dem Bus weiter nach San Pedro de Atacama. Als wir auf den Bus warteten, kam eine Dame des Busunternehmens und hat uns erklärt dass der Bus 1,5 Stunden Verspätung hat. Sowas schockt uns schon länger nicht mehr. Unpünktlichkeit sind wir in Südamerika mittlerweile gewöhnt. Und immerhin hatte sie sich die Mühe gemacht und uns über die Verspätung informiert. Das haben wir auch schon anders erlebt. Aber mit der Zeit auf Reisen wird man lockerer. Also stapften wir zu einem kleinen Restaurant und haben uns dort nochmals für die lange Reise gestärkt. Der Bus kam dann wie erwartet, 2 Stunden zu spät und mit gerade mal 5 Fahrgästen ging die Busfahrt los.

Nach 12 Stunden Fahrt kamen wir nachts um 2 Uhr in San Pedro de Atacama an. Hier gab es kein Taxi weit und breit und somit blieb uns nichts anderes übrig, außer loszumarschieren. Mit Hilfe unseres Handys und Stirnlampen sind wir im stockdunkeln zu unserer Unterkunft gelaufen. Diese war nicht mitten im Zentrum, sondern ziemlich außerhalb. Wir sind ca. 35 Minuten umhergeirrt auf der Suche nach unserer Unterkunft, welche eine wirklich schwache Wegbeschreibung auf der Homepage hatte und auch mit Google maps war es nicht gerade leicht sie zu finden. Aber auch hier hatten wir wieder Glück und sind schlussendlich nach 2 Kilometer Fußmarsch mit Gepäck doch noch angekommen. San Pedro de Atacama liegt auf 2400 m Höhe und dies merkten wir während unserem Fußmarsch. Da kam einem das Gepäck auf dem Rücken doppelt so schwer vor, da wir etwas schwerer Luft bekamen. Müde, aber dankbar, dass wir sie gefunden hatten, fielen wir ins Bett. Am darauffolgenden Tag sind wir zum Bus Terminal gelaufen, haben uns Tickets für unsere letzte Busfahrt in Chile gekauft. Nach Antofagasta. Später haben wir uns noch über mögliche Touren rund um San Pedro de Atacama informiert, es gibt in dem kleinen Ort gefühlt 200 Reise-Agenturen die dir alle ihre Touren andrehen möchten. Wir haben uns für einen Anbieter entschieden und 2 Touren gebucht. Unsere 1. Tour führte uns in das Valle de la Luna (Tal des Mondes) und genauso kam es uns vor. Neben der kargen Mondlandschaften, die echt sehr beeindruckend sind, wanderten wir noch große Dünen hinauf und hatten eine tolle Aussicht auf das Tal des Mondes. Zum Schluss ging es zu einem Aussichtspunkt, bei dem man den Sonnenuntergang gut sehen konnte inklusive dem wunderschönem Bergpanorama. Am 2. Tag warteten wir auf den Minivan, der uns zur 2. Tour abholen sollte, aber dieser kam nicht. Sind dann nach längerer Wartezeit und ein paar Whatsapp Nachrichten später zur Agentur gegangen und wollten unser Geld zurück. Die hatten uns einfach vergessen abzuholen. Anscheinend hat sich die Frau in der Agentur eine falsche Unterkunft notiert gehabt. Nun denn. Geld zurück haben wir nicht bekommen, stattdessen haben sie uns angeboten übermorgen (unser Abreisetag) an einer ähnlichen Tour teilzunehmen und für die Differenz haben wir ein gratis Mittagessen in dem Restaurant ausgehandelt. Zeitlich ließ sich diese Tour so planen, dass wir sie vor unserer Weiterreise machen konnten. Anstatt Trübsal zu blasen haben wir uns Mountainbikes ausgeliehen und sind in das Natur Reservat CATARPE geradelt. Über Sandpisten, Schotterwege, mehrmals durch den Fluss führte der Weg nach CATARPE. Einmal bin ich sogar mitten im Fluss stecken geblieben, aber die Abkühlung kam wie gerufen. Es war nämlich sehr heiß. Unser Ziel war die Teufelsschlucht. Hier sind wir mit den Mountainbikes durchgefahren. Das war so lässig, umgeben von diesen Millionen alten Felsen. Manchmal mussten wir geduckt unter den Felsdecken der Höhlen durchfahren und an manchen Stellen mussten wir das Mountainbike sogar drüber hieven. Haben uns bis zum Aussichtspunkt durchgekämpft. Dann liefen wir noch ein sehr steiles Stück einen Berg hinauf und wurden mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Die Strapazen hatten sich gelohnt. Am Ende vom Tag fielen wir erschöpft, aber überglücklich ins Bett.

Unsere 2. Tour (Altiplanicas – Hochplateau Lagunen) startete am darauffolgenden Tag mit der Chaxa Lagune, 2.400 m hoch, hier haben wir das erste Mal Flamingos gesehen. Am Morgen spiegelt sich die komplette Umgebung in der Lagune. Wirklich sehr sehenswert. Danach fuhren wir zur Miscanti Lagune, 3.300 m hoch. Hier begegneten uns Vicunas. Die Lagune liegt eingebettet zwischen Bergen und Vulkanen und ist sehr schön anzusehen. Unser letzter Stop war bei der Miniques Lagune. Diese ist nicht weit von der Miscanti Lagune. Auch hier wiederum ein wunderschönes Bergpanorama und was uns sehr beeindruckt hat war die ständig wechselnde Landschaft. Von der Wüste, dürre Sträucher und karge Landschaften ging es in immer wechselnde Landschaften bestehend aus Büschen, Blumen und weite Feldern von 2400 m bis hoch auf 4.200 m. Die Höhe haben wir zum Glück gut weggesteckt. Auf dem Rückweg hatten wir leider einen Reifenplatzer, aber der Fahrer hatte den Minibus gut unter Kontrolle und somit kam es zu keinem Unfall. David und ich wurden schon etwas nervös, da wir nicht wussten wie lange es dauert, bis wir weiterfahren können. Wir sahen kurz unseren Bus nach Antofagasta ohne uns davon brausen. Aber die Angst war umsonst. Unser Fahrer war innerhalb von 2 Minuten in einen Ganzkörper Overall geschlüpft und bereits nach 20 Minuten konnten wir mit dem ausgewechselten Reifen bereits weiterfahren. Ein Glück. Wir kamen rechtzeitig an und nach einem Mittagessen holten wir auch schon unser Gepäck in der Unterkunft und liefen zum Bus Terminal. Es war sehr heiß und anstrengend. An diesem Tag mussten wir zum Glück nicht mehr viel machen, außer auf unseren Flug am Flughafen in Antofagasta zu warten. 7 Stunden. Aber wir haben ja schon etwas Übung im Warten und Zeit vertreiben. Chile war großartig und jetzt freuen wir uns auf unser nächstes Land. Es geht nach PERU.

Unser Fazit: Chile ist sehr modern. Jedoch kann man nicht überall mit Kreditkarte zahlen. Das heißt man benötigt Bargeld, welches bei der Scotia Bank zum Glück ohne Gebühren abgehoben werden kann. Die Chilenen waren sehr freundlich zu uns und stets bekamen wir Hilfe wenn wir sie brauchten. Überall wird man gegrüßt. Chile ist von Südamerika das teuerste Land, dies bekamen wir oft zu spüren. Sei es bei den Unterkünften, Bustickets, Lebensmittel und Restaurantbesuche. Dies war auch ein Grund warum wir nicht in den Süden gereist sind nach Patagonien, sondern hoch in den Norden. Wir haben alle Strecken mit dem Bus zurück gelegt, was in Chile wirklich gut funktioniert, da sie ein gut ausgebautes Streckennetz haben. Gesamt sind wir über 2800 Kilometer mit Bussen in Chile gefahren. Wir fühlten uns stets sicher, wenn wir mit den Bussen unterwegs waren. Das Essen war nicht so unser Fall. Viel Fleischgerichte und an jeder Ecke Empanadas. Nur in viel größeren Dimensionen als in Argentinien. Die waren auch wirklich lecker, aber irgendwann kann man sie nicht mehr sehen. Haben sehr oft selbst gekocht. Da wir aber fast immer in Airbnb Unterkünften waren, war das kein Problem.

Argentinien – im Land der „Gauchos“

Nach einem 14 stündigen Flug, mit kurzem Zwischenstop in Santiago de Chile landeten wir müde und geschlaucht in Buenos Aires.  Mit Hilfe von UBER fuhren wir in unsere gebuchte Airbnb Unterkunft im Stadtteil Recoleta. Ein hübsches Apartment, dass wir für 1 Woche unser Zuhause nennen durften. Dort angekommen fielen wir erschöpft und müde ins Bett. Den nächsten Tag verbrachten wir mit Lebensmittel einkaufen, Sim Card organisieren und Nachbarschaft erkunden. Der Jetlag von 14 Stunden Zeitunterschied saß tief in unseren Knochen. Im Gegensatz zu Australien war es hier schwül und heiß. Am darauffolgenden Tag sind wir zu einer Spanisch-Sprachschule gelaufen und haben uns darüber informiert, was es für Sprachkurse gibt. Schnell wurde uns klar, dass wir mindestens einen 2-wöchigen Kurs belegen müssen, um die wichtigsten Grundkenntnisse und Basics der spanischen Sprache zu erlernen. Wir verlängerten unseren Aufenthalt in dem gebuchten Apartment und schrieben uns für den Anfängerkurs ein. Da dieser erst ab nächster Woche startete, hatten wir die nächsten Tage noch Zeit Buenos Aires zu erkunden. Den Markt in San Telmo, den Plaza de Armas, den Königspalast, den Wochenmarkt in Recoleta, den Friedhof und die in der Gegend gelegenen Parks haben wir uns angeschaut. Auch das große Einkaufscenter in unserer Nähe wurde öfters aufgesucht, da wir hier ein Café entdeckt hatten, das super leckeres Brot verkaufte. Normalerweise ist gutes Brot hier Mangelware. An einem Samstag fuhren wir mit dem regionalen Bus in das berüchtigte Stadtviertel „La Boca“. Es wird auch das „Arbeiterviertel“ genannt, da hier sehr viele Einheimische in ärmlichen Verhältnissen in einfachen Blech-Hütten wohnen. Es galt einst als Schandfleck der Stadt. Bis zu dem Tag, als ein italienischer Künstler einen Teil der Blech-Hütten bunt bemalt hat und durch witzige und schöne Figuren verziert hat. Eine Figur, die fast an jeder Ecke zu sehen ist, ist die bereits verstorbene Frau des Expräsidenten, Eva Peron (auch Evita genannt). Sie wird von den Arbeitern verehrt, da sie sich für die armen Leute eingesetzt hat. Rund um „Caminito“, eine enge Gasse die durch die bunten Wellblech-Häuser an die Frühzeit der Gegend als Einwandererviertel erinnern, finden sich zahlreiche Straßenkünstler, Tango-Tänzer, Shops und Restaurants. Es ist sehr touristisch, jedoch absolut sehenswert. Wir haben an einer Free-Walking Tour teilgenommen und unser Guide erkärte uns, dass es hier im Stadtteil von La Boca durchaus sehr gefährlich ist, wenn man abseits der Touristenströme durch gewisse Gassen schlendert. Dies ist jedoch meistens erst abends der Fall, da bis um 17 Uhr in ganz La Boca eine sehr hohe Polizeipräsenz herrscht. Diese verlassen das Viertel allerdings vor Anbruch der Dunkelheit und so manche kriminellen Gestalten treiben sodann ihr Unwesen. Wir waren untertags dort und haben uns keinen Moment lang unsicher gefühlt. Jedoch abends würden wir dieses Viertel meiden. Ein weiteres Highlight La Boca’s ist das bekannte Fußballstadion „La Bombanera“ dieses befindet sich ebenfalls in der Nähe des „Caminito“. Wir haben uns das Stadion auf eigene Faust angeschaut. War cool. Hatten mit den günstigeren Tickets jedoch nur Zugang zu einem kleinen Teil des Stadions. Danach sind wir in ein kleines einheimisches Restaurant in einer Seitenstraße eingekehrt und ließen den Tag mit einem Steak und Bier ausklingen, bevor es mit dem regionalen Bus wieder zurück nach Recoleta ging. Unser Spanischkurs begann immer um 8:30 morgens und ging bis 13:30 Uhr Montag – Freitags. Das war für uns ideal, so hatten wir nachmittags Freizeit und konnten uns um unsere weitere Reiseplanung kümmern. Der Sprachkurs hat uns gutgetan, wir hatten eine super Zeit und haben viele nette Leute aus aller Welt kennen gelernt und uns über Reiseerfahrungen ausgetauscht. Nun mussten wir das Erlernte nur noch in die Praxis umsetzten.

Fazit zu Buenos Aires: Es ist eine sehr lässige und moderene Stadt. Recoleta und San Telmo sind sehr schöne Viertel und gelten als recht sicher. Abends muss man jedoch immer aufpassen und sollte das Geld lieber in ein Taxi investieren, anstatt zu Fuß zur Unterkunft zu laufen. Wir hatten eine wirklich tolle Zeit. Es gibt dort so vieles zu sehen. Manchmal sind wir uns vorgekommen, als wären wir in einer europäischen Stadt unterwegs.

Weiter ging es für uns nach Iguazu, hoch in den Norden. Da die Bus Strecke dorthin über 20 Stunden dauert, sind wir dieses Mal lieber geflogen. Nach 1,5 Stunden landeten wir in dem kleinen Ort und mit dem Flughafenshuttle fuhren wir zu unserer Unterkunft. Für den nächsten Tag wäre der Besuch der Iguazu Wasserfälle auf dem Plan gestanden, diesen änderten wir allerdings, als es morgens wie aus Eimern schüttete. Wir hatten ja ein paar Tage Zeit. Wir schlenderten ein wenig in dem kleinen Ort herum, aber viel zu entdecken gab es nicht. Am folgenden Tag strahlte uns die Sonne früh morgens entgegen und so brachen wir auf in den National Park zu den Iguazu Wasserfällen, auch „Cataratas“ genannt. Es ist ein wunderschöner National Park mitten im Dschungel mit tollen Rundwegen und Trails. Wir sind zuerst den Lower-Trail gelaufen, hier kommt man bei einem schönen Rundweg sehr nahe an die beeindruckenden Wasserfälle heran und danach sind wir den Upper-Trail gelaufen, dieser führte oben entlang der Wasserfälle. Wir haben viele Nasenbären, Spinnen, Vögel und sogar ein Krokodil gesehen. Das Highlight, den „Garganta del Diablo“ (Teufelsschlund) haben wir uns für den Schluss aufgehoben. Hier fuhren wir mit einem kleinen Zug ein Stück durch den Dschungel. Von der Endstation bis zum Aussichtspunkt sind wir dann ca. noch eine Stunde über schön angelegte Wege und Stege über den Wasserfällen entlang gelaufen. Beim Aussichtspunkt angekommen musste man sich mit zahlreichen Touristen auf die Aussichtsplattform quetschen, um einen Blick auf den Teufelsschlund zu werfen. Mit etwas Geduld gelang uns dies. Gewaltig was für Wassermassen hier herabstürzen. Es war ein so schöner Anblick, wir hätten dort ewig stehen können, um dieses Naturspektakel zu bestaunen. Dies war allerdings aufgrund der vielen Touris nicht möglich. Nachdem wir ein paar gute Fotos geschossen hatten, haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht. Mit dem Zug ging es wieder zurück zum Ausgangspunkt. Nach einer verdienten Jause, bei der wir unter genauer Beobachtung zahlreicher Nasenbären standen, machten wir uns auf den Heimweg. Ein grandioser Tag ging mit leckeren Empanadas (eine Art gefüllte Crossaints) zu Ende. Man kann die Iguazu Wasserfälle auch von der brasilianischen Seite aus bestaunen, doch uns reichte der schöne Ausflug auf der argentinischen Seite. Unseren letzten Tag in Iguazu verbrachten wir mit einem kleinen Abstecher zu den „Hito Tres Fronteras“. Hier treffen Argentinien, Brasilien und Paraguay aufeinander.

Mit dem Bus ging es dann 10 Stunden weiter nach Corrientes. Hier blieben wir 3 Tage und besuchten den Karneval. Das war ganz witzig. Allerdings hatten wir nicht bedacht, dass es abends so kalt wird. Nachts hatte es dort nur 17 Grad. Das fühlt sich für uns mittlerweile schon kalt an, da wir die warmen Temperaturen bereits gewohnt waren. Im Sommeroutfit standen wir zwischen zahlreichen Einheimischen und tanzten zu den Sambaklängen. Da wurde uns wenigstens etwas warm. Karneval in Corrientes ist ein großes Spektakel im Norden Argentiniens. Unzählige Tänzer und Tänzerinnen tanzten an den Tribünen vorbei. Sie trugen sehr aufwändige Kostüme und man merkte ihnen die Leidenschaft zum Samba an. Sie sahen wunderschön aus. Von der Größe her ist der Karneval in Corrientes natürlich nicht mit dem Karneval in Rio de Janeiro zu vergleichen, aber er ging trotzdem mehrere Stunden und es waren auch viele Leute vor Ort. Ich glaube wir waren fast die einzigen Touristen dort.

Als nächstes fuhren wir mit dem Bus 12 Stunden nach Salta. Das liegt im Nordwesten, umgeben von den Anden. Am 1. Tag haben wir uns die Stadt ein wenig angeschaut und uns in einem Reisebüro über Touren informiert. Am Ende des Tages hatten wir 2 unterschiedliche Touren gebucht. Unsere 1. Tour führte uns durch die Anden nach San Antonio de los Cobres, eine kleine Stadt auf über 3.700 m. Hier machten wir einen kurzen Stop und schlenderten etwas durch die alten Gassen. Danach ging es weiter Richtung Jujuy auf 4.170 m, ein schöner Aussichtspunkt. Jedoch ist die Luft hier sehr dünn. Aber mit genügend Wasser und einer Kopfbedeckung ging es, man musste sich halt etwas langsamer bewegen und ruhiger atmen. Wir haben wilde Lamas, Esel, Ziegen und sehr viele Kakteen gesehen, was typisch für diese Landschaft ist.

Unser nächster Stop führte uns in die Salzwüste „Salinas Grandes“. Es war brütend heiß und durch das Salz wurde das  Sonnenlicht noch mehr reflektiert, da hieß es gut eincremen sonst zieht es einem schnell einen üblen Sonnenbrand auf. Wir hatten eine Menge Spaß und haben unzählige Fotos mit allen möglichen Posen geschossen. Wenn man die Fotos sieht könnte man meinen wir befänden uns in einer „winterwonderland“ Landschaft. Doch unsere kurzen Hosen und T-Shirts haben uns dann doch verraten 😉

Während der Busfahrt haben wir ein nettes, älteres Ehepaar aus Kalifornien kennen gelernt. Mit  ihnen hatten wir eine Menge zu lachen und wir bekamen zum Schluss sogar eine Einladung zum Übernachten, sollten wir jemals in Los Angeles unterwegs sein. Der letzte Stop waren die „Montanas de siete colores“, die 7-farbigen Hügel in Purmamarca. Hier hatten wir allerdings nicht mehr allzu viel Zeit dieses Naturschauspiel länger zu bestaunen. Sind durch die Gassen spaziert und auf einen Aussichtshügel hochgelaufen. Ein wundschöner Anblick und die Sonne ließ die Berge in allen 7 Farben um die Wette strahlen. Nach einem leckeren „Tortilla to go“ ging es mit dem Bus auch schon zurück nach Salta. Es war ein wunderschöner Ausflug.

Bei unserer 2. Tour ging es nach Cafayate. Dies war eine komplett andere Landschaft als am Tag zuvor, jedoch auch wunderschön. Riesige rote Felsen und Gesteinsformationen teilten sich die Landschaft mit endlos grünen Feldern. Zwei der bekanntesten Gesteinsformationen schauten wir uns genauer an. Das „Amphitheater“ und den „Teufelsschlund“. Gigantisch wenn man zwischen diesen uralten, riesigen Felsen steht. Vor dem Eingang war ein riesen Berg von Steinen aufgetürmt. Unser Guide erklärte uns, dass dies ein sehr wichtiges Ritual für die Ureinwohner sei. So huldigen sie „Pacha Mama“ (Mutter Erde). Die Ureinwohnen nehmen jeden Tag etwas von der Mutter Erde (zum Beispiel Früchte) und deshalb geben sie auch selbst jeden Tag etwas an sie zurück, wie zum Beispiel Essen, Steine, Wasser. Diese „Opfergaben“ sahen wir des Öfteren am Wegesrand. Wir hatten eine tolle Gruppe, einen super Guide, der über alles Bescheid wusste und uns viel erklärt hat und der die besten Fotostopps mit atemberaubenden Aussichten kannte. Ein kleiner Abstecher zu einem argentinischen Weingut inkl. Führung und anschließender Verkostung rundete den Ausflug ab und wir kamen gut gelaunt in Cafayate Stadt an. In netter Gesellschaft eines Spaniers und eines Franzosen aßen wir zu Mittag. Den Rest der Zeit verbrachten wir schlendernd und quatschend zwischen den Gassen, bevor es zurück nach Salta ging. Ein gelungener Ausflug!!

Es folgte eine Busfahrt von 10 Stunden nach Cordoba. Mit Hilfe der Free Walking Tour haben wir einen guten Überblick über das neue Cordoba und das alte, ursprüngliche Cordoba bekommen. Die nächsten Tage haben wir im Stadtzentrum relaxt, den vielen Straßenmusikern zugehört und ich habe mir einen Friseurbesuch gegönnt. War mal wieder nötig.

Mendoza war unser letztes Ziel in Argentinien. Hier haben wir uns den Hauptplatz angeschaut und eine Wein-Tour gebucht. Der Bus kam 1,5 Stunden zu spät und hätten wir nicht angerufen, hätte man uns nichts gesagt. Das ist hier in Argentinien normal. Die Wein-Tour war super. Wir waren bei 3 unterschiedlichen Weingütern. Da sind schon ein paar Gläsle Wein zusammen gekommen bei dieser Tour. Nach Besichtigung des 2. Weinguts ging es zu einer Olivenfarm. Hier durften wir die ganzen leckeren Öle, Aufstriche und Oliven probieren. Das tat gut. So wurde es doch noch ein schöner Nachmittag. Abends haben wir uns eine leckere Gemüse-Reispfanne gekocht und unsere Rucksäcke gepackt, denn die Reise ging weiter in unser nächstes Land. CHILE

Fazit nach 6 Wochen in Argentinien: ein sehr schönes, vielfältiges Land. Es gibt hier wirklich an jeder Ecke leckere Fleischgerichte, aber es war für uns echt schwierig mal an ein vegetarisches Essen ran zu kommen. Deshalb haben wir die meiste Zeit selber gekocht. Sie haben durchaus super leckere Empanadas und sehr gute Rinder-Steaks, aber diese konnten wir auch nicht jeden Tag essen. Uns hat der Norden Argentiniens sehr gut gefallen. Die Einheimischen sind sehr nett und man konnte das ursprüngliche Argentinien kennen lernen. In manchen Dingen liegen die Gauchos um Jahre zurück, aber man gewöhnt sich mit der Zeit an die Einfachheit, die dort herrscht. Und es sorgte das ein oder andere Mal für ein großes Schmunzeln bei uns.

Unsere Highlights in Argentinien waren die Iguazu Wasserfälle, Salta, die Salzwüste und Cafayate.

Australien – im Land der Kängurus

Nach einem gemütlichen 3,5 stündigen Flug von Auckland landeten wir in Sydney. Da wir spät abends ankamen, verbrachten wir den ersten Abend gemütlich in unserem Hotel, dass wir für vier Tage gebucht hatten. Ach wie haben wir uns gefreut. Endlich ein Badezimmer mit warmen, fließenden Wasser, mehr Platz und ein richtiges Bett. Herrlich! Nach den 30 Tagen im Campervan war das natürlich purer Luxus für uns :-D. Am nächsten Tag sind wir zuerst mal zum Hafen gefahren. Wir besorgten uns eine OPAL-Karte, diese kann man mit einem Geldbetrag aufladen und Bus, Bahn und Metro dann benutzen. Achtung beim Aufladen, der Restbetrag, auf der Karte kann nicht mehr in bar ausbezahlt werden. Und sonntags bucht es euch nur einen Gesamtbetrag von 2,70 AUD ab, egal wie oft ihr an diesem Tag fährt. Richtig cool! Nachdem wir das Opernhaus und die Harbour Bridge bestaunt hatten entschieden wir uns nachmittags an einer Free-Walking-Tour teilzunehmen. Hier nimmt man kostenlos an einer City-Tour teil und am Ende der Tour gibt man das, was man für angemessen hält. Eine richtig großartige Sache für Backpacker und Reisende, um das Reisebudget zu schonen. Mit unserem Guide und einer Truppe von anderen Touristen sind wir dann 2,5 Stunden durch den City-Circle geschlendert und haben viel Interessantes über Sydney erfahren. Sydney ist eine coole und moderne Stadt. Wir waren ein Tag vor Silvester da, dementsprechend könnt ihr euch sicher denken, wie viele Leute auf den Straßen unterwegs waren. Am nächsten Tag machten wir uns mit einer Wolldecke und Proviant auf, um uns ein schönes Plätzlein für das weltberühmte New-Years-Eve zu sichern. Dies war gar nicht so einfach wie gedacht. Gewisse Plätze waren bereits voll und man konnte nicht mehr hinein. Die Plätze mit der besten Aussicht waren natürlich kostenpflichtig. Wir entschieden uns für den Spot „The Rocks“. Dieser liegt direkt am Hafen neben der Habour Bridge. An dem Tag war es sehr heiß also suchten wir im Schatten der Bäume Schutz und hielten nach einem geeignetem Platz Ausschau, um das Feuerwerk zu besichtigen. Nachdem wir fündig geworden waren war es 11 Uhr vormittags. Gut, also nur noch 13 Stunden warten bevor das riesen Spektakel beginnt. Das machten wir dann auch. Kamen mit ein paar Leuten von überall her ins Gespräch. Was wir etwas witzig fanden, war das Alkoholverbot, dass an den meisten Plätzen herrschte. Es liefen auch ständig Polizei-Patrouillen umher und kontrollierten ob sich jeder daranhielt. Was uns auch wunderte war, dass es kein Entertainment gab. Keine Bands, kein DJ, der auflegte, kein Promoter oder Entertainer, der die wartenden Leute bei Laune hielt. Wir fanden es ehrlich gesagt richtig langweilig dort zu sitzen und die Zeit tot zu schlagen. Hin und wieder flog ein Helikopter mit riesiger Kamera über unsere Köpfe und es gab um 18 Uhr eine 10-minütige Flug-Show mit Kampf-Jets. Aber das war alles. Der Platz füllte sich immer mehr und bald gab es kaum mehr eine Lücke, bei der jemand mit seiner Picknickdecke Platz fand. Leider hatten wir wettertechnisch nur vormittags Glück. Nachmittags zogen große schwarze Wolken auf und zu unserem Pech fing es an zu regnen. Aber so richtig. Es gab kaum Möglichkeiten sich irgendwo unter zu stellen. So warteten wir dicht unter einem kleinen Vordach gedrängt bzw. unter Regenschirmen anderer Reisender, dass der Regen aufhörte. Dies tat er dann zum Glück und nach kürzester Zeit war der Boden wieder trocken. Leider hielt es nicht lange und es begann erneut zu regnen. Und das im 2-Stunden-Takt. Ich beneidete die Asiaten, welche kurzerhand ein Zelt, aus dem Nichts zauberten und sich darin verkrochen. Irgendwann waren wir dann ziemlich nass und die Laune sank so langsam. Das Warten zögerte sich ins Unermessliche. Wir machten das Beste draus und witzelten mit unseren Platz-Nachbarn und versuchten so die Zeit auszusitzen. Um Mitternacht war es dann soweit. Von dem Countdown bekamen wir nichts mit und auch von dem Sound war nichts zu hören. Hierfür muss man tief in die Tasche greifen und sich Tickets für die TOP-Plätze besorgen. Dies war uns jedoch viel zu teuer. Das Feuerwerk und die Lichtershow an der Harbour Bridge begann und ließ uns einen kurzen Moment die Strapazen des Tages vergessen. Wir freuten uns, dass wir hier waren und dies erleben durften. Nach 12 Minuten war das riesen Spektakel vorbei und innerhalb von wenigen Minuten zog die Menschenmasse in alle Richtungen davon. Das war es also. Bei uns zuhause geht die Party erst nach dem Feuerwerk richtig los und hier ist es nach dem Feuerwerk vorbei, außer auf den besagten Partys, Schiffen, etc. So hatten wir uns Silvester in Sydney nicht vorgestellt, aber vielleicht hatten wir auch einfach nur ein bisschen Pech.

Am nächsten Tag herrschte Kaiserwetter und wir beschlossen mit einer der Fähren zum Manley-Beach zu fahren und dort den Tag zu verbringen. Es war schön dort, jedoch völlig überlaufen.

Melbourne war unser nächstes Ziel. Hier buchten wir ein Hostel in dem bekannten und lässigen Viertel „Flinders“. Die Umgebung war super, direkt am Bahnhof gelegen, haufenweise Restaurants, Bars, Geschäfte. Es gibt eine Tram, die gratis ist für einen gewissen Stadtbereich. Richtig super, um von A nach B zu kommen. Wir sind durch die Straßen geschlendert und haben uns über Aktivitäten im Umkreis informiert.  Am nächsten Tag haben wir wieder an einer Free-Walking-Tour durch Flinders teilgenommen. Die Tour war voll super und wir hatten einen sehr lustigen Guide, der nahm uns in die geheimen Ecken von Melbourne mit und hat uns viel erzählt. Danach haben wir uns beide einen Friseur-Besuch gegönnt. Das war mal wieder notwendig 😀 Den Abend ließen wir im Hostel ausklingen bei einem leckeren Vegetarischen Curry. Dies haben wir kostenlos von den Betreibern vom Hostel bekommen. Lecker!

Am nächsten Tag holten wir unser Mietauto ab und fuhren nach Corio. Wir tauften es „Flitzi“ denn es war sportlich, weiß und hatte ein bisschen mehr PS als unser „KIWI“. Es ging Richtung Great-Ocean-Road. Das Links-Fahren war dank unserer Fahrpraxis in Neuseeland kein Problem mehr und so fuhren wir direkt zu unserer Airbnb-Unterkunft. Diese befand sich 30 Minuten von Torquay entfernt und hier begann am nächsten Tag unser Road-Trip entlang der Great-Ocean-Road.

Unser erster Stop war Torquay, ein schöner Strand, an dem man auch einigen Surfern begegnet. Danach sind wir weitergefahren nach Anglsea. Hier kann man direkt am Golfplatz wilde Kängurus beobachten. Diese liegen ganz gemütlich im Wald, in der Wiese direkt neben dem Golf-Platz. Wie cool ist das denn bitteschön?! Kängurus… noch nie zuvor haben wir Kängurus in freier Wildbahn gesehen. Ich bin mit meiner Kamera ziemlich nahe an sie rangekommen. Es hatte den Anschein, als würde meine Anwesenheit sie nicht sonderlich stören. Die haben sich an die Menschen gewöhnt. Nachdem wir die Kängurus eine Zeit lang beobachtet haben sind wir weitergefahren zum Kennet-River. Hier soll es Koalas zu sehen geben. Ich war ganz aufgeregt, denn so ein Koala ist mit Abstand eines der süßesten Tiere überhaupt. Wir sind dann zu der Menschentraube, die sich um die Eukalyptus-Bäume versammelt hatte, hingelaufen und da saß auch schon ein Koala. Er hat geschlafen und sah so süß und flauschig aus. Ich war hin und weg und bin seitdem ganz verliebt in die knuddeligen, flauschigen Koalas. Entweder man trifft sie schlafend an oder fressend. Das sind die zwei Hauptbeschäftigungen von ihnen. Anscheinend schlafen sie zwischen 20-22 Stunden am Tag, den Rest verbringen sie mit Fressen. Was für ein Leben! Wobei für uns wäre es wohl etwas zu langweilig 😉 Der nächste Ort war Sugarloaf. Hier verbrachten wir eine Nacht in einem ehemaligen Kloster. Am darauffolgenden Morgen fuhren wir nach Apollo Bay. Ein wirklich schöner Strand und für Surfer ein Paradies. Es gibt dort mehrere Strände, der bekannteste heißt Bells Beach. Den haben wir uns auch angeschaut. Wirklich beeindruckend wie die Surfer auf den wilden Wellen dahingleiten. Geplant war bis nach Allansford zu fahren, dort endet die Great Ocean Road. Auf dem Weg dorthin fuhren wir zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten die, die Great Ocean Road zu bieten hat. Wir besichtigten die „Gibson Steps“, „12 Apostel“, „London Bridge“, „Arch Gorge“, „Razor-Back“ und „Grotto“.

Wieder einmal kamen wir aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Unbeschreiblich schön, was die Natur alles erschaffen hat. Hinzu kam das sonnige Wetter, dass sich zeigte nachdem wir bei den „Gibson Steps“ wegfuhren. Mit blauem Himmel und Sonnenschein wirkte alles noch gigantischer und noch schöner. Natürlich waren wir nicht die einzigen Touris die sich dort rumtrieben, aber wir hatten ein gutes Timing, sodass wir immer dort waren, wo es noch nicht ganz so überlaufen war. Und sonst haben wir uns einfach in Ruhe hingesetzt, die atemberaubende Umgebung auf uns wirken lassen, die Aussicht genossen und gewartet bis wir freie Bahn hatten. Dies funktionierte sehr gut. Unser Favorit von den vielen Sehenswürdigkeiten waren nicht die „12 Apostel“, welche nur mehr zu 8 sind. Die restlichen vier Gesteinsformationen wurden vom wilden Meer bereits abgetragen. Uns haben am besten die „London-Bridge“ und „Grotto“ gefallen. Wobei beim „Grotto“ eine Fliegen-Plage herrschte. Dort waren so viele Fliegen, diese terrorisierten uns regelrecht in dem sie uns andauernd ins Gesicht flogen. Echt nicht fein. Ich habe es mir trotzdem nicht nehmen lassen, bin die Stufen ganz runter gestapft, um mein perfektes Foto zu schießen.

Neben den „Must-See“ Sehenswürdigkeiten befinden sich entlang der Great Ocean Road zahlreiche Look Outs, Wanderwege, Wasserfälle und schöne Aussichts-Plätze. Sehr sehenswert sind auch die „Bay of Island“.  Wir mussten des Öfteren an die Seite fahren, weil uns die Aussicht so geflasht hat und pausieren, Fotos inklusive 😉 Die Great Ocean Road kann man in 1 – 2 Tagen machen, dies ist jedoch sehr stressig und war deshalb nicht unsere Strategie. Wir haben uns mehr Zeit genommen und benötigten 11 Tage (von Melbourne bis nach Portland und wieder zurück). Übernachtet haben wir nicht direkt in den bekannten Orten. Hier gab es kaum Airbnb Unterkünfte, sondern etwas abseits. In Allansford (hier endet die Great Ocean Road) unternahmen wir einen kleinen Ausflug nach Tower-Hill – ein Natur-Reservat. Hier hat man die Möglichkeit Koalas, Kängurus, Emus und dergleichen zu sehen. Es gibt mehrere Trails. Wir wollten zuerst einen anderen Trail laufen, wurden jedoch von Leuten gewarnt, dass es dort sehr giftige Schlangen gibt. Sind dann noch etwas weitergelaufen, um uns selbst ein Bild davon zu machen. Und wie es manchmal so läuft, fanden wir genau unter dem „Vorsicht vor der Black-Copperhead-Snake“-Schild eine dieser giftigen Schlangen, unter einem Baumstumpf versteckt lag sie da. Puh, die zählt sogar zu den „TOP 10“ der giftigsten Schlangen Australiens. Mit unseren kurzen Hosen wollten wir diesen Sumpf-Trail dann doch nicht mehr antreten und so haben wir uns für einen anderen Trail entschieden. Dieser war ganz schön mit einer schönen Aussicht und einem etwas breiteren Pfad. Die restlichen Tierchen ließen sich nicht blicken, bis auf ein paar Emus. Immerhin. Und ein schöner Ausflug war es dennoch. Von Allansford beschlossen wir weiter zu fahren nach Port Fairy und Portland. Hier waren wir bei einer sehr lieben Familie zu Gast.  Haben dann noch einen Ausflug gemacht nach Cape Bridgetown. Hier ist eine Seehund-Kolonie beheimatet dies wollte ich natürlich mit eigenen Augen sehen. Es ist ein sehr schöner Trail am Meer entlang auf eine Klippe hinauf. Als wir an der Aussichtsplattform ankamen sahen wir auch ganz viele von Ihnen, leider ist die Aussichtsplattform jedoch sehr weit entfernt und man sah sie nur vom Weiten. Jedoch trotzdem cool und wir finden es eh super, wenn die Tiere geschont werden. Sind dann noch zu einer zweiten Aussichtsplattform gewandert. Jedoch waren die Fliegen hier auch ziemlich lästig, sodass wir uns nach einer Weile geschlagen gaben und den Heimweg antraten.

Unser nächster Ort war Colac. Etwas abseits gelegen auf dem Lande. Hier waren wir bei einer alten Dame zu Gast. Die hatte ein sehr schönes großes Land Haus. Sind dann zum Lake Colac gefahren und haben uns den Ort genauer angeschaut. Hier war nichts los. Der See war sehr schön, dort gab es Pelikane. Es gab auch einen botanischen Garten mit einem coolen Fledermaus-Baum. Da hingen vielleicht viele Fledermäuse und noch dazu riesige Exemplare. Am See hat es uns gut gefallen. Winchelsea war unser nächster Halt. Hier wohnten wir bei einer lieben Familie und hatten in einem riesigen schönen Haus auf dem Land unseren eigenen Wohn-Bereich. Unser Host hat uns kurzerhand nach unserer Anreise eine kleine Stadtführung gegeben. Aber wirklich viel zu sehen gab es nicht, dennoch eine nette Geste. Es waren wirklich sehr liebe Leute und ihr lieber Hund Cookie ließ uns des Öfteren schmunzeln. Von dem waren wir beide ganz begeistert. Von dort ging es für uns nach Lorne, zurück an die Great Ocean Road bis nach Torquay. Ein schöner Abschluss unseres Road-Trips mit tollem Strand und leckeren Fish & Chips.

Nach 10 erlebnisreichen und programmreichen Tagen ging es für uns zurück nach Melbourne. Hier nahmen wir Abschied von „Flitzi“ und checkten in einem Hostel in St. Kilda ein. Nahmen erneut an einer Free-Walking-Tour teil. Dieses Mal durch den Stadtteil St. Kilda. Wieder haben wir viel gesehen und sind viel gelaufen. Dann kam unser nächstes Highlight, die Australian Open in Melbourne. David hatte uns hier ein paar Monate zuvor Tickets organisiert. Es war ein riesen Spektakel. Wir hatten einen Tag lang einen Ground-Pass, da kann man sich den ganzen Tag auf dem Gelände frei bewegen und in der Melbourne Arena von morgens bis spät nachmittags Matches anschauen. Und für den nächsten Abend hatten wir Tickets für die Rod-Laver Arena. Das war etwas sehr Besonderes und wir hatten das Glück mehrere TOP-Matches zu sehen. Dies ist in der Vorrunde nicht immer der Fall, deshalb hatten wir eine riesen Gaude. Die letzten Tage in Melbourne brachen an und wir bereiteten uns so langsam auf das nächstes Land unserer Weltreise vor.

Unser Fazit zu Australien:

Die Aussies sind sehr liebenswerte und hilfsbereite Menschen. Sie wirken gelassener und cooler als andere. Sydney und Melbourne sind definitiv eine Reise wert, wobei uns Melbourne noch besser gefällt als Sydney. Es hat einfach etwas mehr Flair. Die Great Ocean Road ist sehr touristisch und völlig überlaufen. Aber wenn man zur richtigen Zeit dort ist, sich mehr Zeit dafür nimmt und es etwas gelassener angeht, dann ist sie ein wahres Paradies. Wir sind froh, dass wir uns mehrere Tage Zeit gelassen haben, um die ganzen Eindrücke und das Erlebte zu verarbeiten. 3 erlebnisreiche Wochen in Australien gehen zu Ende. Dieses Land ist so riesig, dass man wahrscheinlich 1 Jahr umherreisen könnte und immer noch nicht alles gesehen hat. Wir sind froh zumindest einen Teil davon gesehen zu haben.

Jetzt heißt es: „Tschüss Ozeanien, hallo Südamerika“. Unser erstes Land in Südamerika ist ARGENTINIEN! Wir sind so aufgeregt was uns dort alles erwartet. Haben uns für 3 Wochen in Buenos Aires ein Apartment gebucht und möchten dort auch einen Spanisch Kurs besuchen.

Ihr dürft gespannt sein wie es uns dort ergeht… wir sind es auch 😀

Neuseeland – viel mehr als „das Land der Schafe“

SÜD INSEL

Um 6:00 Uhr morgens sind wir aufgestanden und zum Fähranleger gefahren. Ich hatte ein bisschen Panik mit KIWI auf die Fähre zu fahren. Ich habe mir vorgestellt, dass die Rampe ganz schmal ist und ich wie im Parkhaus im Kreis nach oben zirkeln muss. Dem war zum Glück nicht so. Ehrlich gesagt verlief alles ganz einfach. Man musste sich das Ticket an einem Schalter geben lassen und dann in der richtigen Reihe einordnen und dann hieß es warten bis sich die Schlange in Bewegung setzte. Auf der Fähre wurden wir wieder von Ordnern in die richtige Reihe eingewiesen und dann konnten wir hoch in den Passagierbereich gehen, um uns die 3,5 Stunden Überfahrtszeit zu vertreiben. Es gibt dort ein Café, Restaurant, einen feinen Sitzbereich mit gemütlichen Eckbänken und Sesseln, bei dem man seine eigene Jause mitbringen darf, free WIFI und einige Ladestationen, um die elektronischen Geräte aufzuladen. Ich vertrieb mir die Zeit ein wenig mit umher spazieren und ein, zwei Fotos schießen. Zu mehr war ich nicht motiviert bei dem tristen regnerischen Wetter. Den Rest verbrachten wir mit Nachrichten schreiben und Pläne für Nelson schmieden. Als wir uns der Südinsel näherten, stieg meine Laune schlagartig, da sich uns ein blauer Himmel präsentierte mit Sonnenschein. Natürlich habe ich nochmals meine Kamera gezückt um die atemberaubende Landschaft um uns herum bildlich festzuhalten. Richtig großartig, wenn man mit der Fähre in den Hafen von Picton einläuft.

Sind dann mit KIWI weiter gedüst nach Nelson. Das ist einer der sonnenreichsten Orte Neuseelands 😊 Hier wollten wir die nächsten Tage bleiben und meinen 30. Geburtstag feiern. Einen kostenlosen Platz zum Übernachten haben wir mitten in der Stadt gefunden, umgeben von einigen Geschäften, aber abends war es recht ruhig dort.

Zu meinem 30. Geburtstag weckte mich mein Schatz David mit leckeren Croissants aus der Bäckerei von nebenan und einem heißen Cappuccino. Wir sind gemütlich durch die Stadt spaziert und haben dann einen schönen Park entdeckt mit einem Wanderweg am Fluss entlang. Diesen sind wir dann ein paar Kilometer entlanggewandert. Die Sonne kam raus und es hatte immerhin 20 Grad. Auf dem Rückweg bekam ich noch einen Belohnungs-Geburtstags-Muffin. Dieser schmeckte natürlich hervorragend. Abends hat mich mein Schatz zum Italiener um die Ecke ausgeführt.  Mein einziges schickeres Kleid, dass ich dabeihabe, kam zum Einsatz 😊 Es war eine der besten Pizzen, die ich in letzter Zeit gegessen hatte. Haben den Abend dann noch bei einem Fläschle Wein gemütlich ausklingen lassen. Über die zahlreichen Geburtstagsglückwünsche habe ich mich sehr gefreut die mich per Handy, Facebook, Instagram und Co. erreicht haben und konnte mir bei dem ein oder anderen auch eine kleine Träne nicht verdrücken. Es war ein sehr schöner Tag!

Am darauffolgenden Tag haben wir dem Hallenbad einen Besuch abgestattet. Nach einer heißen Dusche ging unsere Fahrt weiter nach Motueka. Auf dem Weg dorthin haben wir uns im Supermarkt mit Jause-Material eingedeckt für unsere geplante Wanderung im Abel Tasman National Park. Es gibt dort unter anderem den Great-Ocean-Coastal Walk. Dieser ist gesamt 152 Kilometer lang und man läuft ihn in mehreren Tages-Etappen. Da wir weder Zelt noch Schlafsack besitzen und die Übernachtungspreise der Zeltplätze im Abel Tasman National Park in der Hochsaison sehr hoch sind, haben wir uns gegen eine mehrtätige Wanderung entschieden. Auch das Wassertaxi wollten wir meiden. Sind dann zu Fuß bei strahlend blauem, wolkenlosem Himmel von Marahau bis nach Anchorage Bay gelaufen und wieder retour. Gesamt legten wir an diesem Tag mehr als 28 Kilometer zurück. Nun kennen wir das absolute Maximum, was wir an Kilometer an einem Tag schaffen können. 😉 Auf der Strecke gibt es zahlreiche Look-Outs und View-Points. Der Weg führt über unterschiedliche Streckenabschnitte, mal über Stege, kleine Holzbrücken, durch den Wald, am Meer entlang und wir hatten nie das Gefühl, dass die Landschaft eintönig scheint. Uns hat die Aussicht immer wieder umgehauen. Der Abel Tasman National Park zählt für uns zu den schönsten Plätzen der Welt, die wir bisher gesehen haben. Ein absolutes Must-Do, wenn man auf der Südinsel Neuseelands ist. Abends taten uns die Füße weh, sodass wir uns für die nächsten 2 Tage nichts vornahmen. In Motueka fanden wir den perfekten Freedom-Camping Platz. Direkt am Meer, umgeben von grün, es gibt sogar eine Grillstation. Alles, was das Camper-Herz begehrt 😉 Die Wetteraussichten kündigten den Sommer an und so sind wir noch 3 Tage dortblieben.

Als nächstes stand Greymouth auf unserer Route. Hier fanden wir ebenfalls einen Freedom-Camping Platz direkt am Meer. Allerdings hatte sich das Sommerwetter von heute auf morgen verabschiedet und bei nur mehr 16 Grad, eingewickelt in dicken Pullis und Wollsocken machten wir das beste aus der Situation und recherchierten fleißig im Internet was es hier noch alles zu sehen gibt. Nebenbei zauberte David uns eine leckere Reispfanne mit Hühnchen und wir buchten schon mal ein Mietauto für unseren Great-Ocean-Road Trip in Australien.

Wir fuhren zu den Pancake Rocks, ca. 35 Minuten entfernt. Dort kann man einen 20-minütige Loop-Walk laufen. Es ist ein sehr schön angelegter Pfad, bei dem man alle paar Meter einen Blick auf die Pancake-Rocks erhaschen kann. Spezielle Felsformationen die aus dem wilden Meer ragen. Es hat uns sehr gut dort gefallen. Nach dem Ausflug habe ich noch meinen Kamera-Akku im Touristenbüro „i-SITE“ aufladen lassen. Das kann man für nur 1 Euro und so sparen wir es uns, um auf kostenpflichtige Camping Plätze zu gehen. Denn meine Kamera-Akkus und mein Notebook sind das einzige das per Steckdose aufgeladen werden muss. Alles andere (Kühlschrank, Handy) lädt sich während der Fahrt auf 😉

Am nächsten Tag sind wir zum Franz Josef Gletscher. Dort gibt es unterschiedliche Rund/Wanderwege. Leider hatten wir kein Glück mit dem Wetter und man hat den Gletscher nicht gesehen. Trist und grau, regnerisch, kalt und neblig. Sind dann nach der kleinen Wanderung weitergefahren. Später sind wir dann doch auf einen kostenpflichtigen Camping Platz gelandet, da wir in der Nähe keinen kostenlosen gefunden hatten und wir keine Lust mehr hatten noch länger umher zu fahren. Immerhin war das Wetter hier etwas freundlicher. Machten dann noch die Bekanntschaft mit einem netten Vorarlberger, der allein in Neuseeland unterwegs war.

Weiter ging es nach Wanaka. Genauer gesagt zum Lake Wanaka. Was für ein schönes Plätzlein Erde. Ein See umgeben von wunderschönen Bergen und sattem Grün. Es erinnerte uns an zuhause. Klar, dass wir uns hier wohlfühlten und so entschieden wir uns Weihnachten am Lake Wanaka zu verbringen. Unser Weihnachtstag startete mit einer Wanderung auf den nahe gelegenen Mount Iron. Hier läuft man einen Rundweg. Zuerst geht es steil bergauf und dann steil bergab. Oben angekommen genossen wir den Panorama Rundblick und staunten wieder einmal über die Natur Neuseelands. Danach sind wir in den Supermarkt und haben uns leckere Rindersteaks gekauft, Kartoffeln, Antipasti und eine Flasche guten Wein. An einem Campingplatz mitten im Wald, direkt am Fluss verspeisten wir das beste Steak, das wir in letzter Zeit gegessen hatten, freuten uns über die Antipasti und den guten Wein. Weihnachten ohne unsere Lieben ist natürlich was ganz anderes und wir hatten schon etwas Heimweh, aber so ließ es sich sehr gut aushalten und wir hatten einen schönen Tag. Früh morgens wurde dann noch fleißig mit unseren Familien Video-telefoniert, denn bei ihnen war es erst Weihnachtsabend. Also konnten wir ein bisschen dabei sein 😊

Nach drei schönen und ruhigen Sommertagen beschlossen wir weiterzuziehen. Auf der Suche nach einem kostenlosen Plätzchen führte uns der Weg irgendwo ins Nirgendwo. Über holprige, schmale Kiesstraßen mit großen Schlaglöchern ging es steil bergauf. KIWI schnaufte kräftig und mehr als einmal kreuzte ein Hase und Schafe unseren Weg. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass hier ein Camping Platz sein soll, also entschieden wir uns umzukehren. An der Hauptstraße angekommen trafen wir auf einen anderen Camper Van dieser sagte uns das der Campingplatz wohl noch 9 Kilometer entfernt sei. 9 Kilometer mit KIWI über diese holprige Piste?! Lieber nicht 😀 So fuhren wir weiter. Sind dann 40 Minuten später anderswo fündig geworden.

Oamaru war unser nächster Ort, den wir uns anschauen wollten. Hier lebt die Blau-Pinguine-Kolonie und der selten anzutreffende Gelbaugen-Pinguin. Wer mich kennt weiß, dass ich Tiere liebe, also wollte ich die süßen Watschelchen sehen. Wir sind auf Pinguinsichtung gegangen, aber leider blieben sie versteckt. Aber immerhin haben wir eine Robbe entdeckt. Die war auch süß. Haben uns dann noch einen leckeren Cappuccino in einem kleinen Café der Stadt gegönnt. Es gibt auch eine andere Möglichkeit die Blau-Pinguin-Kolonie zu sehen. Diese ist allerdings kostenpflichtig. Wir sind hingefahren und haben uns darüber informiert, jedoch wollten wir der „Pinguin-Show“ nicht beiwohnen.

Timaru liegt ebenfalls auf dem Weg nach Christchurch und so verbrachten wir dort auch einen Tag. Auch hier hatten wir kein Glück die Pinguine in freier Wildbahn zu sehen, aber ich denke ich komme schon noch dazu 😉

Unser letzter Stop in Neuseeland war Christchurch. Hier gaben wir KIWI ab…. Leb Wohl, danke das du uns von A nach B gebracht hast. Wir hatten eine großartige Zeit!

…und freuten uns sehr über ein richtiges Bett und mehr Platz 😉

Fazit zur Süd Insel:

Die Süd Insel ist landschaftlich komplett anders als die Nord Insel. Uns hat sie jedoch genauso gut gefallen. Auch hier sind wir einige Kilometer von Picton bis runter nach Wanaka und von Wanaka über Oamaru, Timaru nach Christchurch gefahren. Gesamt kommen wir auf über 3.600 Kilometer in 30 Tagen. Wir haben viel erlebt. Das absolute Highlight der Süd Insel war für uns der Abel Tasman National Park. Wer schon mal selbst dort war, teilt sicher unsere Begeisterung. Das Wetter auf der Süd Insel ist genauso witzig wie auf der Nord Insel. Es gab Tage da hatten wir drei Jahreszeiten an einem Tag. Neuseeland du hast uns so viel Wundervolles erleben lassen und deine Natur ist atemberaubend.

Jetzt sind wir bereit für unser nächstes großes Abenteuer. In AUSTRALIEN

Neuseeland – viel mehr als „das Land der Schafe“

NORD INSEL

Nach einem langem Anreise Tag sind wir etwas müde in Auckland angekommen. Wir hatten einen Flug von Kuala Lumpur mit kurzen Zwischenstopp in Australien gebucht. Der erste Eindruck von Neuseeland, nachdem wir aus dem Flugzeug gestiegen sind – hier ist es aber ganz schön kühl. Das war das erste Mal, dass wir unsere langen Klamotten, die wir immer im Flieger tragen, auch tatsächlich angelassen haben, als wir angekommen sind. Nach 3,5 Monaten in Asien ist es kein Wunder, dass es uns bei 20 Grad friert. Wir haben uns dann einen UBER geschnappt und sind zu unserer Airbnb Unterkunft gebracht worden.

Am nächsten Tag sind wir zu dem Mietwagen-Verleih gelaufen und haben unseren gebuchten Camper Van in Augenschein genommen. Ich war sehr aufgeregt. Und da stand er. ER ist gut 20 Jahre alt, hat über 450.000 Kilometer auf dem Tacho und sehr viele Dellen und Schrammen. Wir tauften ihn KIWI 😊 und schickten schon einmal ein Stoßgebet in den Himmel, dass wir die Reise heil überstehen. Die erste Herausforderung war das links fahren. Ich war als Erste dran und bin erst mal schön auf die falsche Spur beim rausfahren aus dem Parkplatz. Zum Glück haben wir es sofort gemerkt und es war kein anderes Fahrzeug auf dieser Straße unterwegs. Uff! Nochmals Glück gehabt. Also sind wir erstmals vorsichtig zum nächsten Supermarkt getuckert und ich habe mich mit dem Links fahren etwas vertraut gemacht. Nachdem wir uns mit Lebensmittel, Putzzeug, Hygiene Artikel etc. eingedeckt haben ging die Fahrt los.

Mit Hilfe einer App suchten wir uns den ersten Freedom-Camping Platz (diese sind kostenlos) und wurden zuerst enttäuscht, da dieser geschlossen war. Eine hilfsbereite Dame gab uns dann einen Tipp wir sollten es doch mal am Bethells Beach probieren. Dies sei zwar kein offizieller Camping Platz, jedoch stehen dort des Öfteren Camper Vans über Nacht. Laut Navi war es nur 30 Minuten entfernt also probierten wir dort unser Glück und wurden nicht enttäuscht. Ein kleiner Kiesparkplatz oberhalb eines Strandes, mit Toiletten und Dusche. In unserer ersten Nacht klopfte ein Ranger an die Türe. Wir waren ganz schön nervös und dachten er würde uns verjagen. Aber das Gegenteil war der Fall. Er fragte uns ob wir hier über Nacht stehen bleiben möchten und er jetzt das Tor abschließt. Glück gehabt! 😀 Der Platz hat uns so gut gefallen, dass wir noch eine weitere Nacht dortgeblieben sind. Untertags konnte man super am Strand umher spazieren. Am 3. Tag sind wir mit dem Camper Van wieder nach Auckland gefahren. Haben dort von einer Einheimischen den Tipp bekommen, dass man kostenlos ins Hallenbad gehen kann. Das haben wir uns nicht zweimal sagen lassen und nach einer Abkühlung im Pool und einer heißen Dusche danach sind wir dann mit dem Bus in die Stadt gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir viel gesehen. Im Stadtzentrum sind wir dann durch die Straßen geschlendert und haben uns einen Eindruck über Auckland verschafft. Hat uns jetzt nicht so umgehauen, aber ist trotzdem ganz okay ein Tag dort zu verbringen. Den Abend haben wir gemütlich am Bethells Beach ausklingen lassen.

Am darauffolgenden Tag fuhren wir nach Kawa Kawa. Ein kleiner Ort in der Nähe von Paihia gelegen. Hier waren wir auf dem Freedom-Camping Platz von Hundertwasser. Hier darf man eine Nacht stehen bleiben und man kann unter anderem die berühmte Toilette im Design von Hundertwasser anschauen. Unser Fazit: Es ist eine Toilette, nett anzuschauen aber jetzt kein „must-see“ 😉 Der nächste Ort, den wir uns anschauten war Paihia. Ein kleines aber sehr schönes Städtchen direkt am Meer. Hier wurde ich von meinem Schatz David zu einem Segel Turn eingeladen, mein verfrühtes Geburtstagsgeschenk. Ich war begeistert und schon am nächsten Morgen ging es los. Unser Skipper Dave begrüßte uns gut gelaunt bei traumhaft schönem Wetter auf dem großartigen Segelschiff „she’s a Lady“. Der Tag konnte nur gut werden. Es waren mit uns noch 10 Leute an Board. Wir segelten bei bestem Wind durch die Bay of Island und waren beeindruckt von dieser atemberaubenden Landschaft. Türkisfarbenes Wasser, majestätische Felsen die aus dem Wasser ragten und viele kleine Inseln drum herum. Nach einer super Fahrt kamen wir zu der kleinen Insel Waewaetorea. In einer wunderschönen Bucht gelegen liegt hier das versteckte Paradies. Atemberaubend! Wir sind dann barfuß an Land gegangen und nach einem halbstündigen Aufstieg standen wir am höchsten Punkt der Insel und hatten einen Bilderbuch-Aussicht die uns sprachlos machte. Fotos sagen mehr als Worte 😉 Nach einer leckeren Jause segelten wir zurück nach Paihia und jeder an Board durfte mal das Segelschiff steuern und mithelfen beim Segel hissen. Voll cool! Das absolute Highlight des Tages waren jedoch die Delfine. Auf einmal sind mehrere von Ihnen um das Schiff geschwommen, daneben, dahinter, unten durch, die ganze Zeit sind sie knapp neben uns aufgetaucht und haben uns angespritzt. Soll ja bekanntlich Glück bringen, haben wir uns sagen lassen. Sie hatten wohl Spaß, denn sie sind eine ganze Weile neben dem Schiff her geschwommen und haben uns ein Stück begleitet. Glücklich und müde von der starken Sonne sind wir in Paihia angekommen. Das war das coolste Geburtstagsgeschenk aller Zeiten. Danke mein Schatz 😊

Heute stand Kultur auf dem Programm. Wir fuhren zu den Waitangi Treaty Grounds. Hier haben wir uns für einen Tour mit einem Guide angemeldet. Wir erfuhren viel über die Kultur der Maori und über die Geschichte Neuseelands. Zum Schluss gab es noch eine kleine Tanzaufführung der Maori. Es war uns ein bisschen zu touristisch gemacht, aber okay. Sind dann noch über das Gelände spaziert und haben uns das Museum angeschaut. Kaitaia im „Northland“ war der nächste Ort auf unserer Route. Die Strecke dorthin war sehr bergig und kurvenreich. Unser Kiwi schnaufte gewaltig und wir sind im Durchschnitt mit 20 km/h die steilen Straßen hochgekrochen. Brauchten dadurch um einiges länger als geplant. Aber wir hatten ja Zeit.

Dem Ninety Mile Beach in Ahipara statteten wir am nächsten Tag einen Besuch ab. Das liegt in der Region Northland und ist ziemlich weit im Norden oben. Was für ein Strand. Wir waren eine Zeit lang die einzigen dort. Ich habe zuerst mal einen Freudensprung gemacht und gejubelt. Ich spürte die pure Freiheit! Der Strand ist so breit und lang, dass er auch als Straße benutzt wird. Dies wird jedoch nur Fahrzeugen mit Allradantrieb empfohlen. Es sind wohl schon einige Fahrzeuge im Sand oder Wasser stecken geblieben und sind nicht mehr rausgekommen, da am Ninety Mile Beach kein Abschleppdienst zur Hilfe kommt. Das hält die Kiwis mit ihrem schweren Pick-up jedoch nicht davon ab. Haben ein paar dort gesehen wie sie über den Sand gebrettert sind. Waren dann so motiviert, dass wir am gleichen Tag noch zu einem weiteren must-see gefahren sind, nämlich in den Waipoua-Forest zu den Kauri Bäumen. Das ist ein sehr schöner Wald mit sehr alten Kauri Bäumen. Wir haben dort unter anderem die Mutter aller Kauri Bäume „Tane Mahuta“ bestaunt und uns blieb erstmals der Mund offen stehen. Einen so gigantischen Baum haben wir zuvor noch nie gesehen, majestätisch. Als wir davor standen kamen wir uns ganz schön klein vor.  Sind dann noch die anderen Kauri-Giganten anschauen gegangen. Es war ein schöner Waldspaziergang. Über Stege, Wege führen gekennzeichnete Pfade zu den Bäumen. Vor dem Eintritt in den Wald muss man sich einer speziellen „Schuhputz-Prozedur“ unterziehen, um dafür zu sorgen, dass keine Schädlinge in den Waipoua-Forest eingeschleppt werden, der den Bäumen schaden könnte. Beim Verlassen des Waldes ebenso. Das Gute daran ist, dass man danach sehr saubere Schuhe hat. 😉 Bevor es dunkel wurde, hatten wir ein Plätzlein für die Nacht gefunden. Der Vorteil in Neuseeland ist, dass es erst sehr spät dunkel wird.

Den nächsten Tag verbrachten wir in Te Whanata. Ein Ort den wir als Zwischenstopp nach Rotorura besuchten. Mit einem Spaziergang ins Städtchen, Kaffee und leckeren Fish & Chips ließ sich die Zeit gut vertreiben.

In Rotorua angekommen stieß uns zuerst einmal ein beißender Geruch von Schwefel in die Nase. Puh! Das roch wie faule Eier. Sehr gewöhnungsbedürftig. Man musste auch die ganze Zeit niesen. Haben es uns trotzdem nicht nehmen lassen und sind in den Kuirau-Park und haben uns die zahlreichen rauchenden, brodelnden, Erdlöcher, stinkenden Quellen angeschaut. Diese sind wohl durch eine vulkanische Eruption 2001 in Rotorua entstanden. Man kann wirklich sehr viele davon bestaunen. Trotz des sehr starken Gestanks war es trotzdem sehr schön und hat uns gut gefallen. Sind dann noch zum Lake Rotorua spaziert. Ein sehr schöner See mit tollem Panorama Blick auf die Berge. Und hier war die Luft auch rein 😉

Trotz des beißenden Geruchs wollte ich unbedingt in den Wai O Tapu – Park, hier lassen sich ebenfalls zahlreiche Tümpel, Quellen, Erdlöcher, Seen usw. bestaunen. Es war sehr interessant und echt beeindruckend. Jedoch finden wir, dass 20 EUR pro Person schon ein recht hoher Eintrittspreis ist. Aber schön anzuschauen war es dennoch und wir hatten einen großartigen Tag.

Angekommen am Lake Taupo waren wir sofort verliebt in diesen Ort. Wir fanden einen super Freedom-Campingplatz, direkt am See, sehr idyllisch. Hatten einen sehr netten Camping-Nachbar. Gianni, ein ehemaliger Eishockey-Profi aus der Schweiz. Ich habe für uns alle Wraps gemacht, Gianni hat Bier und Chips beigesteuert. Es war ein sehr gelungener Abend. Hier blieben wir die nächsten beiden Tage und haben am See relaxt und das Städtchen erkundet.

Auf dem Weg nach Wellington haben wir zuvor noch in Feilding gehalten und in einem Park campiert. Ein sehr schönes Plätzlein. Und dann war die restliche Strecke nach Wellington nicht mehr ganz so lang.

In Wellington haben wir Proviant für die Fähre gekauft, Wäsche gewaschen und dann am Hafen übernachtet bevor es mit der Fähre morgen weitergeht auf die Südinsel, wo unser erstes Ziel Nelson sein wird.

Ein erstes Fazit zu Neuseeland:

Die ersten Tage als Camper haben wir gut gemeistert. Uns ans Camper-Leben angepasst, mit unserem Camper „Kiwi“ vertraut gemacht und uns an das Links fahren gewöhnt. Die Hilfsbereitschaft der Kiwis (so werden die Einwohner Neuseelands genannt) ist sehr hoch. Egal wo du stehst, es kommt immer jemand zu dir und fragt dich ob du Hilfe benötigst oder gibt dir ein paar Tipps. Uns ging es ständig so.

Wir sind froh, dass wir die lange Anreise nach Neuseeland auf uns genommen haben und nun sind wir gespannt, was die Süd Insel zu bieten hat. Die Messlatte liegt schon mal sehr hoch, da uns die Nord Insel wirklich sehr gut gefallen hat. Wir sind einige Kilometer von Auckland bis hoch nach Ahipara/Northland und dann runter bis Wellington gefahren, haben viel gesehen und waren des Öfteren begeistert von der atemberaubenden Natur Neuseelands. Es gab Tage da hat das Wetter im 10 Minuten Takt gewechselt, von sonnig und warm zu regnerisch und kalt, Jacke an, Jacke aus. Sonnenbrille wegräumen, Sonnenbrille wieder rausholen. Das war ein bisschen lästig. Aber wir hatten großteils gutes Wetter und deshalb kann man da ein Auge zudrücken 😉 Auch das Camper-Leben ist nicht immer ein Zucker-Schlecken, aber man gewöhnt sich dran.

Südinsel wir kommen 😊

Malaysia

Mit dem Bus ging unsere Fahrt weiter nach Melaka in Malaysia. Hier hatten wir eine richtig großartige Wohnung per Airbnb gebucht. Mit mega Ausblick aufs Meer und Infinity Pool. Abends gingen wir auf Restaurant-Suche. Hier sind wir dann auf das koreanische Restaurant gestoßen, dass Steam Boat anbot. Keiner von uns wusste was das ist, aber wir sind trotzdem rein. Der Kellner erklärte es uns. Sein Englisch war nicht gerade das Beste und nach längerer Erklärung haben wir Fünf zumindest verstanden, dass es wohl so eine Art Fondue ist, bei dem man Gemüse, Meeresfrüchte, Fleisch in den brodelnden Kessel in der Mitte des Tisches hineingibt. Das war vielleicht ein Gelächter, haben das ganze Restaurant unterhalten.

Am nächsten Tag sind wir zum St.Paul Hill hochgelaufen. Hier hat man einen guten Ausblick über die Stadt. Danach sind wir am Fluss entlang spaziert und haben die coolen street art Motive bewundert. Nach einer kleinen Stärkung entschieden wir uns für eine Bootsfahrt. Vom Boot aus konnte man die street art Motive noch besser wahrnehmen und es war angenehm im Schatten zu sitzen. Neben ein paar großen Varanen sahen wir auch noch einen Affen. Weiter ging es zum Stadthuys. Im Inneren befindet sich ein Museum. Wir haben die Gebäude allerdings nur von außen besichtigt. Im holländischen Kolonialstil erbaut sind die roten Gebäude ganz nett anzusehen. Abschließend führte unsere Tour durch die Jonker Street. Bunt, laut, schrill. Den Abend ließen wir gemütlich in einem food court ausklingen. Hier gab es allerlei zu Essen. Da war für jeden was dabei. David und ich sind am nächsten Tag am Pool geblieben. Uns war es zu heiß, um erneut auf sight seeing tour zu gehen. Moni, Vanessa und Boris sind dann allein losgezogen. Jedoch nach kurzer Zeit leisteten sie uns am Pool Gesellschaft. Hier verbrachten wir noch eine Weile bevor uns ein großes Gewitter vertrieb. Den Abend verbrachten wir in einem kleinen Restaurant um die Ecke. Und dieses entpuppte sich als Volltreffer.

Unser nächstes Ziel war Kuala Lumpur. Mit dem Bus kamen wir am Busbahnhof an und schnappten uns ein Taxi, um zu unserer nächsten Airbnb Unterkunft zu fahren. Auch diese Wohnung war sehr cool. Boris hatte sogar den Blick auf die Petronas Towers vom Bett aus, wenn er sich an die Scheibe lehnte 😉 Nachdem wir durch die Straßen geschlendert sind, Frühstück eingekauft hatten, sind wir abends dann zu den Petronas Towers gelaufen. Hier gibt es ein wunderschönes Wasserspiel, welches abends die Besucher mit bunten Farben und Musik verzückt. Dieses haben wir uns eine Zeit lang angesehen bevor wir dann zu den Petronas Towers rüber sind. Diese sind wirklich gigantisch. Natürlich wurden fleißig Fotos geknipst – jedoch nicht nur von uns 😉 Aber wir konnten ein paar gute Stellen entdecken wo es auf den Fotos dann so aussah, als wären nicht so viele Menschen dort. Des Weiteren haben wir eine riesen Shopping Mall erkundet. Hier gibt es sogar eine Achterbahn. Boris ist natürlich damit gefahren. Wir anderen haben verzichtet. Nebenbei haben wir uns China Town und Little India angeschaut.

Den letzten Tag in Kuala Lumpur verbrachten wir in den Batu Caves. Diese sind nett anzusehen, jedoch völlig überlaufen. Und es war sehr, sehr heiß. Bei den vielen Treppenstufen sind wir ganz schön ins Schwitzen gekommen. Danach haben wir noch die Light Cave besichtigt. Jedoch nicht wirklich sehenswert. Wir Mädels hatten dann noch einen Beauty Abend inkl. Gesichtsmaske. Das war vielleicht ein Gelächter. Die Fotos davon sehe ich mir gerne an. Sie bringen mich zum Lachen.

Die Cameron Highlands waren unser nächstes Ziel. Mit dem Bus ging es hoch hinauf auf 1.600 m. Es war sehr kurvenreich, Moni wurde es übel und auch David, Vanessa und mir war es nicht ganz wohl. Nach knapp 4 Stunden war das zum Glück endlich vorbei und dass ohne die Kotz-Säckle zu benutzen. Puh! Die Cameron Highlands haben uns regnerisch und kühl empfangen. 14 Grad. Brrrr* David und mich hat es sogleich gefroren. Wir waren andere Temperaturen in Südostasien gewöhnt. Sofort wurde Pulli, Jeans und sogar unsere dicken Wollsocken aus dem Back Pack ausgepackt 😀 Nachdem wir die nächste Unterkunft bezogen hatten ging es wieder mal auf Frühstücks-Einkauf-Suche. Hier wurden wir von einem so heftigen Regenschauer überrascht, dass wir ziemlich nass wurden. Iiiih, und dass bei 14 Grad.

Am nächsten Tag haben wir das Örtchen Tanah Rata etwas erkundet und eine Tour gebucht. Vanessa, Moni und Boris entschieden sich für eine Ganztages-Tour mit Dschungel Trekking und allem Drum und Dran. David und ich beließen es auf einer Halbtages-Tour. Somit verbrachten wir den darauffolgenden Tag getrennt von der Gruppe. Für uns war es die richtige Entscheidung. Unsere Tour führte uns hoch hinaus auf den Gunung Brinchang auf 2.030 m. Mit einem Safari-Jeep ging es über eine Holperstrecke auf den Berg hoch. Dort angekommen haben wir einen Walk durch den Mossy Forest gemacht, dies ist ein durch Moos bewachsener Regenwald. Über Holzstege führt der Weg und man ist umgeben vom Dschungel. Der Mossy Forest hat irgendwie etwas Mystisches an sich und uns gefallen. Danach haben wir die beeindruckenden Teeplantagen besichtigt. Es grünt so grün! Was für eine atemberaubende Natur. Zum Abschluss haben wir uns ein Tässchen malaysischen Tee in netter Gesellschaft gegönnt und die schöne Aussicht auf die Teeplantagen genossen. Abends hat man sich dann fleißig ausgetauscht.

Morgens ging es mit dem Bus weiter nach Penang – George Town. Hier hatten wir wieder eine super Unterkunft gebucht. George Town ist eine sehr großartige Stadt. Uns erwartete ein großartiges street art Motiv nach dem Nächsten. Es gibt sogar eine street art map. Diese haben wir uns geschnappt und sind in der Hitze auf streetart sight seeing tour gegangen. Wirklich sehr cool. Hier wird man selbst zu einem Teil des Motives. Wir hatten einen sehr lustigen Tag und wieder wurden einige Fotos geknipst. Abends hatten wir noch einen ungebetenen Gast in unserer lässigen Wohnung. Eine riesige Kakerlake, diese hatte sich unter dem Sessel bei Vanessa positioniert und nicht damit gerechnet, dass ich sie aus dem Augenwinkel entdeckt hatte. Mensch, das war vielleicht ein riesen Geschrei. Nach mehrmaligen Versuchen sie einzufangen durch Boris hatten wir sicher den ganzen oberen Stock aufgeweckt. Schlussendlich schaffe er es zum Glück den ungebetenen Gast nach draußen zu befördern. Den nächsten Tag verbrachten wir am Pool.

Langkawi war eine Zwischenstation auf dem Weg nach Koh Lipe in Thailand. Hier wollten David und ich noch ein paar Inseltage einlegen, bevor unser Camper-Van Abenteuer in Neuseeland startete. Vanessa, Moni und Boris haben sich entschlossen ebenfalls dort ihre letzten Urlaubstage zu verbringen also buchten wir die Boots-Tickets. Nach der Boots-Fahrt von Penang nach Langkawi nahmen wir das Speed-Boot und fuhren auf die kleine thailändische Insel Koh Lipe in der Andamanensee. Als wir ankamen empfing uns die Insel mit türkisfarbenem Wasser und Sonnenschein. Wir bezogen unsere Bungalows und sind alle ins kühle Nass gesprungen. So lässt es sich aushalten. Die ersten Tage waren leider etwas verregnet. Morgens hat uns der Regen geweckt, mittags war es dann bewölkt aber man konnte wenigstens was unternehmen oder an den Strand liegen. Abends sind wir losgezogen und haben die Walking-Street erkundet. Hier gibt es viele Shops, Restaurants, Essensstände und Beauty Salons. Hier haben wir jeden Abend ein anderes Restaurant ausprobiert. Vanessa, Moni und Boris haben dann noch einen Schnorchel Trip gebucht, diesen mussten sie jedoch abbrechen, aufgrund des sehr schlechten Wetters. David und ich blieben im Resort und haben das schlechte Wetter genutzt, um Fotos zu sortieren. Am Abreisetag der Drei war das schönste Wetter (manchmal ist es wie verhext) und auch die Tage danach wurde es nicht schlechter. Vanessa, Moni und Boris es war schön, dass ihr da wart und uns einen Teil auf unserer großen Reise begleitet habt 😊. Wir hatten eine super Zeit!

David und ich hatten noch traumhafte Badetage auf Koh Lipe und haben die restliche Zeit genutzt, um zu chillen und uns über Neuseeland etwas einzulesen und die Route für die ersten Tage dort zu planen.

Das Abenteuer Neuseeland kann beginnen – wir sind bereit 😀