Sabai dii aus Laos

Nach einem kurzen Flug nach Vientiane landen wir an dem fast menschenleeren und sehr sauberen Flughafen. Das liegt daran, dass Japan an den Renovierungskosten beteiligt war. Warum das so ist kann sich jeder selbst denken 😉. Angekommen in der Visa on Arrival Halle reihen wir uns brav in die Warteschlange ein bis uns Franz, ein Deutscher den wir im Flugzeug kennen gelernt haben, darauf aufmerksam macht das Visa Formular auszufüllen. Gesagt, getan. Das Formular, ein Passfoto abgegeben und 35 USD berappt und schon bekamen wir einen schönen Einreisestempel in unseren Reisepass. 30 Tage können wir in Laos bleiben. Nachdem wir unsere Backpacks vom Gepäckband genommen haben kann die Suche nach einem Bus oder dergleichen losgehen. Wir laufen nicht weit und stoßen auch schon auf ein großes Schild dass auf einen City Bus hinweist. Super Sache. Natürlich folgen wir diesem und stehen auch schon wartend am Gehsteig. Der Bus kostet nicht mal 1 Euro und setzt uns in der Nähe unseres Hotels „Family Boutique“ ab, die restlichen Meter laufen wir zu Fuß. Das ging ja leicht 😊 Wir checken ein, bringen unsere Sachen aufs Zimmer und nach einer wohltuenden Dusche geht es auch schon per Fuß auf Stadterkundungstour. Nicht weit entfernt ist ein kleiner Platz mit einem Brunnen und einem schönen Wasserspiel. Natürlich kostet es hier etwas mehr, deshalb laufen wir ein paar Straßen weiter und werden dann auch fündig. Nach einem Abendessen geht es auch schon wieder zurück ins Hotel. Der 1. Eindruck von Laos ist super. Die Laoten sind sehr freundlich, jeder grüßt einen und fragt dich wie es dir geht 🙂

Am nächsten Tag lassen wir es gemütlich angehen und entscheiden uns für einen Spaziergang entlang dem Mekong. Hier gibt es einen Platz in einem Park an dem sich abends eine große Menschenmenge vor einer Bühne versammelt. Uns fällt auf dass alle sehr sportlich angezogen sind und an den Wasserflaschen erkennt man, dass hier wohl gleich ein Training oder dergleichen stattfindet. Und schon geht es los. Der Fitness Coach (Entertainer) kommt auf die Bühne, dann dröhnt eine Hardcore Techno Musik aus den Boxen und alle vor der Bühne folgen den Anweisungen des Fitness-Coach. Total witzig anzusehen. Uns war es zu heiß um mitzumachen 😉 Danach laufen wir am Mekong entlang Richtung Zentrum und landen schlussendlich bei einigen Streetfood-Ständen. Uns lachen Scampi aus einer Schüssel voller Eiswürfel an und nach kurzer Konversation mit der Laotin, dass wir kein Kilo Scampi kaufen möchten, landen 2 Schüssel voller Reis, leckere frische Scampi und leckere Pilzspieße bei uns auf dem kleinen Tisch und das für gerade mal 3,50 EUR pro Person inklusive 2 Beer Lao. Na, geht doch. 😀

Heute gehen wir auf Sightseeing Tour. Wieder zu Fuß, legen wir gut 3km zurück und besichtigen unter anderem den Triumphbogen (Patuxai), den Tempel Wat Si Saket und das buddhistische Denkmal Pha That Luang. Danach sind wir fertig, es hat immerhin 34 Grad und so entscheiden wir uns für ein Tuk Tuk dass uns ins Hotel bringt. Unsere Füße werden es uns danken. Abends entscheiden wir uns aufgrund von Tripadvisor für ein Lokal dass indisches Essen anbietet und lassen es uns gutgehen. Den letzten Tag verbringen wir im Buddha Park. Dieser ist ca. 1 Stunde von Vientiane entfernt und ganz leicht mit dem Bus Nummer 14 zu erreichen. In dem Park gibt es mehr als 200 Buddha-Statuen zu bestaunen. Wirklich sehenswert und ein netter Zeitvertreib.

Weiter gehts. Mit dem Bus reisen wir nach Vang Vieng. 4 Stunden soll die Fahrt dahin dauern. Daraus wird allerdings nichts, denn unser Bus hat nach ca. 1,5 Stunden Fahrt eine Panne und diese ist nicht zu reparieren. Was soll ich sagen? Bei diesen schrecklichen Straßenverhältnissen die in Laos herrschen, wundert es uns auch nicht. Solche Straßen muss man gesehen haben. Dagegen ist Koh Phangan nichts. Tjaaa…da sitzen wir also, irgendwo im Nirgendwo, mit einem Busfahrer der kein einziges Wort Englisch spricht und wissen nicht was nun passiert. Ein Chinese eröffnet auf einmal das Wort und erklärt uns dass er soeben mit dem Busfahrer Chinesisch gesprochen hat (das kann er, aber kein Englisch) und dieser ihm erklärt hat, dass dieser Bus nirgends mehr hin fährt, aber ein anderer unterwegs sei um uns abzuholen. Nun gut. Jetzt wissen alle endlich Bescheid. Der Hunger und die Warterei treibt uns irgendwann aus dem stehenden Bus und wir verbringen die restliche Zeit in einer kleinen Blechhütte und mit Sticky Rice. Es war nicht gut, aber ich hatte so Hunger, dass ich fast alles aufgegessen habe. Als Der Ersatz-Bus hupend vorfährt ist die Freude groß und die Fahrt kann weitergehen. Nach einer holprigen Achterbahnfahrt (nichts für Leute mit schwachem Magen) kommen wir völlig fertig in Vang Vieng an und sind froh, dass wir gleich ein Tuk Tuk finden, dass uns zu unserem Bungalow bringt. Dort angekommen beziehen wir unser Zimmer und müssen feststellen, dass dies leider gar nicht sauber ist. Das Bettlaken hat einen riesigen schwarzen Fleck, es beherbergt eine ganze Ameisen Kolonie und es mufft ganz schön. Backpackers Live 😉 Wir versuchen das Beste daraus zu machen und hüpfen zuerst einmal in den Pool. Herrlich! Nach der Abkühlung versuche ich dem Besitzer klar zu machen dass da eine Ameisen Kolonie drin wohnt und es auch nicht gerade sauber ist. Er schüttelt den Kopf, Cleaning service tomorrow! Und reicht mir lächelnd einen riesigen Ameisen-Spray. Nachdem ich die Ameisen beseitigt habe (entschuldige mich hiermit bei allen Ameisenliebhabern) packen wir unsere Schlafinlets aus und versuchen zu schlafen. Das klappt eigentlich ganz gut, bis mich morgens um 5:30 zwei Hähne heraus krähen. Und das nicht bloß einmal, nein die beiden liefern sich ein Battle und somit werde ich alle paar Minuten erneut aufgeweckt. Na toll. Grummelig geht es zum Frühstück. Es scheint ein schöner Tag zu werden und so entschließen wir uns für einen Pool Tag. Das hebt unsere Laune. Hier stoßen wir auf ein deutsches Pärchen, auch Weltreisende und tauschen unsere Erfahrungen und Pläne aus. Leni und André es war toll euch kennen zu lernen. Vang Vieng hat sehr schöne Karstberge, diese betrachteten wir liegend am Pool und tranken das ein oder andere Bier zusammen.

Am darauffolgenden Tag wollten wir die Blaue Lagune sehen, aber es schüttete aus Kübeln, somit verbrachten wir den Tag an einem großen Tisch sitzend mit anderen Reisenden. War genauso gemütlich. Am dritten Tag kam noch ein Dreier-Gespann dazu, Anina, Max und Maik. Mit denen hatten wir dann alle irre viel Spaß bei unserer spontanen Poolparty nach dem echt mega leckeren Lao Buffet, dass der Gastgeber für uns Abends zubereitet hat.

Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns und fuhren mit dem Minivan weiter nach Luang Prabang. Die Fahrt war ebenso wackelig wie zuvor die nach Vang Vieng, aber wir hatten einen entspannten Fahrer der nicht so gerast ist wie man es sonst gewohnt ist und somit ging auch das vorbei. Eine Stelle war extrem. Hier musste der Fahrer einen kompletten verschlammten Berghang hinauf driften. Es war so neblig, man hat auf 5m nichts gesehen. Dort waren wir auf über 2.000m hoch. Als er oben angekommen ist haben wir alle applaudiert und waren happy dass wir es geschafft hatten. Zum Glück hat es davor schon aufgehört zu regnen. Ich weiß nicht wie diese Strecke zu fahren ist wenn es regnet. Denke dann muss man die „old road“ nehmen. Diese ist anscheinend noch kurvenreicher als die „new road“. Zum Glück haben wir den Abhang nicht gesehen, dank dem Nebel 😉. Nach gut 4 Stunden Fahrt landen wir in Luang Prabang. Dort kommen wir im Hotel „Villa Nam Khan River“ an und freuen uns über den Begrüßungsdrink. Die ersten Tage schlenderten wir am Nam Khan und Mekong entlang und entdeckten das ein oder andere gute Restaurant. Wir haben uns den Night Market angeschaut. Unseren 2. Aufnäher für unseren Rucksack gekauft und das Street-Food getestet.

Montags machten wir uns auf den Weg zur vietnamesischen Botschaft um unser Visum zu beantragen. Mit Reisepass, Passfoto und einem Formular das man ausfüllen musste wendeten wir uns an den Beamten. Danach musste ich zu dem Schalter nebenan um zu bezahlen. Da war aber kein Beamter anwesend, dann kam der Mann vom 1. Schalter rüber gelaufen zum 2. Schalter und hat das Geld entgegengenommen. Dann wies er mich an nochmals zu Schalter 1 rüber zu laufen. Das habe ich dann natürlich gemacht, er kam wieder zu Schalter 1 zurück und hat mir eine Bestätigung gegeben. Wir sind die umständlichen Wege der Asiaten schon gewohnt aber mein Freund David sagte mir in diesem Moment, dass ich ja nicht Lachen soll und so verkniffen wir es uns, bis wir draußen waren. 😊 Nach 2 Tagen Wartezeit berappten wir 55 USD für das Vietnam Visum. Da wir eh länger in Luang Prabang bleiben möchten ist das für uns kein Problem. Den Tag schlossen wir mit einer Flußfahrt auf dem Mekong ab.

Ohne Plan liefen wir am nächsten Tag durch die Straßen und auf einmal kommt ein Fahrer und fragt uns was wir heute vor haben und ob wir nicht Lust hätten zu den Kuang Si Wasserfällen mit zu kommen. Eigentlich wollten wir nicht, denn wir wissen was für Preise die Fahrer verlangen. Als meine bessere Hälfte fragte wie viel es kostet antwortete der Fahrer 30.000 KIP (umgerechnet 3 EUR) pro Person. Natürlich willigten wir sofort ein und nahmen dieses tolle Angebot an. Es war auch kein Problem nochmals bei unserem Hotel vorher anzuhalten um unsere Sachen zu holen. Voll cool. Im Minivan saßen auch unter anderem 2 Deutsche, Stan und Stefanie. Mit ihnen freundeten wir uns gleich an und wir beschlossen gemeinsam den Trail zu den Kuang Si Wasserfällen zu machen. Es war anstrengend, heiß, feucht aber es hat sich gelohnt. Ein Wahnsinnsanblick 😊 Stan und Stefanie erzählten uns dass sie heute Abend auf den Street- Food-Markt gehen und danach zu einer Reiseagentur um sich über ein Elefanten Camp zu informieren. Das fanden wir spannend und so verabredeten wir uns für den Abend. Nach einem Besuch in der Reiseagentur entschieden wir uns für eine Tour in einem Elefanten Rescue-Camp. Darauf wurde dann bei einem leckeren Fisch und Beer Lao abends angestoßen.

Morgens wurden wir von unserem Guide abgeholt und in das Camp gebracht. Es war so cool, die Elefanten laufen dort frei herum. Keine Ketten, keine Haken nur mit Worten werden Kommandos gegeben. Wir durften einen Baby Elefanten mit Bananen füttern und die Tiere streicheln. Das war so toll. Danach ging es auf die andere Flussseite und wir waren umzingelt von einer Herde Elefanten. Es war wie im Film. Wir durften dann 30min auf dem Rücken, Barfuß und ohne Sattel der Elefanten reiten. Es gibt 4 Kommandos und auf diese hören die Elefanten. Es war mit Abstand das coolste was ich bis jetzt erlebt habe. Dieses riesige Tier, ich auf ihm sitzend und der Dschungel um uns herum. Ich fühlte pures Glück. Danach durften wir sie streicheln und waren begeistert was für ein zartes Wesen diese Tiere haben. Sie haben auch dauernd mit den Ohren gewackelt. Voll süß. Danach ging es im Boot noch zu einem Wasserfall, viel kleiner wie der Letzte und nicht so atemberaubend, aber dennoch war es fein weil es gleich viel kühler war. Zurück im Camp bekamen wir ein leckeres Mittagessen und durften danach beim Füttern der Elefanten zusehen, sie beobachten. Was für ein schöner Tag. Müde und glücklich fielen wir abends ins Bett.

Den Mount Phousi vor Sonnenuntergang besteigen (20min Aufstieg) haben wir auch zusammen mit Stan und Steffi gemacht. Leider war es dank der späten Wolken dann kein Sonnenuntergang, jedoch trotzdem eine schöne Tour. Sind dann wieder zum Street-Food Buffet gegangen und dort haben wir dann wohl etwas Schlechtes erwischt. Die nächsten Tage verbrachten wir beide krank im Hotel. Zuerst hat es mich erwischt und kurze Zeit später auch meinen Schatz David. Wir hofften nur dass wir bis zur unserer nächsten Busfahrt wieder ganz fit sind. Die hat es echt in sich. 26 Stunden mit dem Sleeper Bus nach Hanoi in Vietnam. Kosten: 37 EUR, für einen Flug hätten wir 100 EUR berappen müssen und da wir ja Zeit haben und Abenteuer erleben möchten fahren wir mit dem Bus.

Der Tag der Abfahrt kam und leider waren wir beide noch immer nicht ganz gesund. Wir hatten Liegesitze was es um vieles komfortabler gemacht hat und dank der zwei Chilenen Sofia und JP, hatten wir echt super nette Gesellschaft. 🙂 Thank you guys, it was a funny adventure 🙂 Es war eine sehr kurvenreiche Strecke aber zum Glück nicht so viele Schlaglöcher wie zuvor. Konnten hin und wieder immer ein bisschen schlafen. An der Grenze angekommen, mussten wir warten bis diese geöffnet wurde. Niemand sagt einem wo man hinlaufen muss. Keiner kann Englisch. Nach kurzer Wartezeit wurde der Schalter geöffnet und nicht viel später hatten wir unseren Ausreise Stempel im Reisepass. Danach mussten wir zu Fuß ca. 500m weiter zur vietnamesischen Grenze laufen und uns dort den Einreisestempel abholen. In der Zwischenzeit wurde unser Bus komplett auseinander genommen. Sogar die Radkastenabdeckungen musste der Busfahrer abmontieren. Unser Gepäck wurde ausgeladen und wir mussten es zum Scanner schleppen. Danach durften wir nicht mehr in den Bus und mussten wieder laufen. Ganz schön lästig, mit gesamt 20kg Gepäck pro Person und wenn man nicht so fit ist. Irgendwann kam dann unser Bus und wir konnten weiter fahren. Das wäre geschafft. An viel Schlaf war nicht zu denken, denn sobald unser Bus über der Grenze war hupte er andauernd. Bei jedem Fahrzeug, vor jeder Kurve, zT auch einfach so. Da haben wir noch nicht gewusst, dass das in Vietnam normal ist. Irgendwann sind wir dann doch eingenickt. Trotz schmatzenden, schnarchenden oder rotzenden Nachbar. 2 Stunden vor Hanoi mussten wir den Bus wechseln. Aber hallo, was für ein modernes Teil! Und dieser sieht dem in der Agentur auf den Bilder verblüffend ähnlich und hat sogar WIFI 😉

Bin gespannt was uns in Hanoi erwartet.

Autor: natidas.life

Ich bin Natalie, 29 Jahre alt, (fast) immer gut drauf und lebensfroh. Ich liebe meine bessere Hälfte David, gutes Essen, Reisen und das Leben :-) Zusammen leben wir unseren Traum und reisen ab August 2018 für 1 Jahr um die Welt.

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