Xin chào Vietnam

Nachdem wir die 26 stündige Fahrt von Luang Prabang nach Hanoi mit dem „Bus from hell“ (so wird er im Internet genannt) überlebt haben kommen wir völlig fertig und müde abends in Hanoi an. Unser Hotel hatte sich gut in einer der 36 Gassen in der Stadt versteckt. Sind dann nochmals losgezogen um etwas zu essen. Eine Hafersuppe und danach ab ins Bett. Am nächsten Tag haben wir zuerst einmal richtig ausgeschlafen und fühlten uns nach dem Frühstück deutlich besser. Auf dem Weg Richtung Hoan Kiem See sind wir dann auf ein paar Schuhputzer / Schuhmacher gestoßen, die David sogleich anboten, seine kaputten Lederturnschuhe zu flicken. Auf die Frage was es denn kostet, antworteten sie nur „cheapy, cheapy. Ehe David sich versah, zog man ihm die Turnschuhe aus und ihm wurden Schlappen angezogen, damit seine Socken sauber bleiben. Als sie seine Schuhe geflickt hatten wollten sie doch tatsächlich 15 EUR. Viel zu viel natürlich! David hat sie dann nach langem hin und her runtergehandelt, aber die waren so unverschämt und wirklich gemein. Einer der mir die Schuhe in der Zwischenzeit geputzt hat, rief mir dann noch nach „Madame, fuck you!“ Was für eine Begrüßung in Hanoi. Ziemlich angefressen liefen wir dann den restlichen Tag durch die Gassen und versuchten uns abzulenken. Später hat dann ein anderer Schuhmacher Davids Schuhe fertig genäht (das haben die anderen wohl nicht anständig gemacht) und das um 2 Euro. Na, geht doch 😊 sind also nicht alles Banditen. Haben dann auf Empfehlung von Anina, Max und Meik einen Trip auf Cat Ba Island inkl. Lan Ha Bay/Halong Bay in einer Reiseagentur gebucht und zufällig leitet die Besitzerin auch noch ein Hostel. Also haben wir gleich dort die nächsten Übernachtungen gebucht. Auf den nächsten Tag freuten wir uns schon sehr, da wir Anina und Max wiedersehen werden. Sind mit ihnen zusammen zur Roten Brücke gelaufen, am See entlang geschlendert, in ein Restaurant lecker essen gegangen und haben uns über die letzten Reiseberichte ausgetauscht. War ein sehr schöner Tag. Die Stadt haben wir zum Teil per Fuß und per Fahrrad-Rikscha erkundet. Unter anderem haben wir uns die Schienengasse angeschaut. Hier fährt zweimal täglich ein Zug durch eine enge, bewohnte Gasse. Die Häuser der Bewohner grenzen beidseitig an die Gleise. Wenn der Zug kommt rennen alle schnurstracks in ihre Häuser und wenn er durchgefahren ist kommen sie wieder heraus und das geschäftige Treiben geht munter weiter. Den Zug haben wir leider nicht zu Gesicht bekommen, aber es war cool in der Gasse auf den Gleisen zu spazieren. Am Abend haben wir uns mit Sofia und JP getroffen, sind mit Ihnen was Trinken gegangen, am See entlang spaziert und hatten einen sehr witzigen Abend. Am See treiben sich abends viele Studenten rum, die sich über ein Gespräch mit Touristen freuen, um ihr Englisch zu verbessern.

Unser Ausflug startete mit einer Busfahrt zum Hafen Halong. Hier stiegen wir in ein Speedboat und innerhalb von 20 Minuten kamen wir auf Cat Ba Island an. Von da an waren wir nur mehr zu zweit unterwegs, dass hatte den coolen Nebeneffekt einen Reiseleiter für uns alleine zu haben. Wir kamen uns wie VIP‘s vor 😀 Nachdem wir im Hotel auf Cat Ba eingecheckt hatten, ging unser Ausflug weiter. Zuerst in eine Höhle (Trang Trung Cave), hier mussten wir 30 Minuten meist in der Hocke durch die Gänge laufen, zurück ging es über Treppen und einen kleinen Dschungel Pfad. Danach setzte man uns vor dem National Park ab. Hier verbrachten wir 1 Stunde und sind ziemlich viele Stufen, Wurzeln hochgestiegen. Bis ganz nach oben haben wir es zeitlich nicht mehr geschafft, da wir schon ziemlich fertig waren von der Höhlen-Erkundungstour und es war sehr, sehr heiß. Aber das was wir gesehen haben, hat uns für den Tag gereicht. Abends bekamen wir ein leckeres Abendessen und haben zwei Australier kennen gelernt, von denen wir viele Tipps für unsere Route bekommen haben. Am nächsten Tag begann die Tour mit dem Schiff durch die Lan Ha Bay. Bei bestem Wetter genossen wir die vielen Sonnen-Stunden an Deck und bestaunten die riesigen Karstfelsen. Wunderschön! Neben einer Tour mit dem Kajak durch eine kleine Höhle und durch die atemberaubenden türkisfarbenen Gewässer, einem Sprung vom 4 Meter hohen Boot in das glasklare Wasser sowie einem Besuch auf Monkey Island erlebten wir einen abenteuerlichen Tag. Was für ein großartiger Ausflug! Zurück in Hanoi verbrachten wir den letzten Tag ohne Stress wieder mal an unserem Lieblingsplatz, dem Hoan Kiem See. Nachmittags gings dann weiter nach Phon Nha. Dieses Mal per Flugzeug, da uns die 26 stündige Busfahrt noch in den Knochen steckte. 😉

 

Angekommen in Phon Nha wurden wir herzlichst von Hung und seiner Familie empfangen. Sie leiten ein kleines aber feines Homestay mitten im Ort. Hier haben wir uns einen Roller ausgeliehen und die Umgebung erkundet. Super schöne Landschaften, viele grüne Reisfelder und rund herum lauter Karstfelsen. Sind dann zum Botanical Garden gefahren, wunderschöner Pfad durch den Dschungel an Wasserfällen entlang, mal über Felsen kletternd, mal am Seil hochziehend sind wir dann oben angekommen und haben uns mit einem Sprung ins kühle Nass belohnt. Abends wurden wir dann von Hung in die vietnamesischen Trinkangewohnheiten von „HAPPY WATER“ (ein Reiswein ähnliches Getränk) eingeführt und hatten es sehr lustig. Am nächsten Tag haben wir uns mit ein paar Leuten zusammengetan und sind mit einem Boot durch die Phon Nha Cave gefahren. Sehr cool, auf dem Rückweg ließ man uns auf halber Strecke aussteigen und wir konnten zu Fuß an den beeindruckenden Stalakmiten und Stalaktiten entlang spazieren. Gestärkt vom Mittagessen haben wir uns dann selbst mit dem Roller auf den Weg zu weiter entfernten Paradise Cave gemacht. Zuerst muss man einen Pfad zu Fuß bewältigen, ca. 20 Minuten und dann kann man in die Höhle hinabsteigen. Über Treppenstege führte uns der Weg ca. 1 Kilometer lang in die gigantische Höhle hinein. So etwas atemberaubendes hatten wir vorher noch nie gesehen. Wir waren sprachlos. An der höchsten Stelle ist die Höhle 80 Meter hoch und 120 Meter breit. Wahnsinn! Die Bilder sprechen denke ich für sich. Glücklich und erschöpft nahmen wir abends am Familien Dinner teil. Es war sehr lecker und ein flüssiger, witziger Abend. Danke, Happy Water 😉 Am nächsten Tag bekamen wir eine Einladung mit Hungs Familie gemeinsam Mittag zu essen, danach ging unsere Reise weiter. Mit dem Zug nach Hue.

Die Zugfahrt verlief ohne Zwischenfälle und wir kamen pünktlich am Bahnhof an. Durch die Straßen schlendernd sind wir auf Dung gestoßen, ein sehr netter älterer Herr, der uns anbot die Sehenswürdigkeiten mit dem Moped zu erkunden. Wir vereinbarten einen fairen Preis und verabredeten uns für den nächsten Tag. Die restliche Zeit des Tages verbrachten wir am Strand von Hue. Das ist nicht gerade der Schönste, aber dennoch war es schön dort entlang zu spazieren und nach 40 Minuten Fußmarsch in der prallen Sonne kamen wir auch zum Ziel. Ein kleines Restaurant am Strand bei welchem wir uns mit einem feinen Mittagsessen belohnten und den Rest chillend im Sessel verbrachten. Dung holte uns am nächsten Morgen pünktlich mit seinem Freund ab und wir fuhren mit den Beiden den halben Tag mit dem Roller durch die Gegend. Das war ein riesen Spaß. Wir besuchten unter anderem den Tu Duc Tomb, die Thien Mu Pagode, Citadel (Königspalast) und die Japanese Bridge. Es war eine super Entscheidung die Tour mit Dung zu buchen. Wir haben echt viel in kürzester Zeit gesehen. In Hue blieben wir nur zwei Tage. Weiter ging es mit dem Bus nach Hoi An.

Eine kleine Stadt ebenfalls direkt am Meer, berühmt für seine süßen bunten Lampions die überall in den Gassen hängen. Unser Homestay lag nur 3 Minuten vom Strand entfernt und dieser war wirklich großartig. Wer uns beide kennt, weiß also wo wir die nächsten paar Tage verbracht haben. Genau, im Liegestuhl am Strand 😀 Bis auf einen Tag hatten wir super Wetter und so ließ es sich dort ein paar Tage gut aushalten. Einmal hat man morgens um 8 Uhr die Straße direkt vorm Homestay betoniert, ohne uns vorher zu informieren. Wir waren über zwei Stunden in der Unterkunft gefangen bis uns ein Einheimischer mit Hilfe einer Leiter von der einen Seite auf die andere Seite verhalf und wir somit raus konnten. Tja, andere Länder, andere Sitten. Mit dem Fahrrad fuhren wir in die Stadt. Allerdings war diese komplett überlaufen und nur auf Touristen ausgelegt. Natürlich hat Hoi An Charme durch die ganzen Lichter, Lampions, bunten Häuschen, Schneidereien etc. jedoch ist es für uns zu touristisch.

 

Nha Trang war der nächste Stopp auf unserer Route. Diese Stadt hat uns aber nicht gefallen. Wir blieben nur zwei Tage dort. Der Strand ist ein Stadt-Strand. Ziemlich überlaufen, Wasser ist nicht gerade sauber, leider auch zT. vermüllt und die Stadt ist voller Russen. Lokale, Geschäfte, Hotels – alles ist auf sie ausgelegt. Unser Schnorchel-Trip, den wir am Strand gebucht hatten war ein Griff ins Klo. Das versprochene Frühstück bestand aus Bananen und Tee, als wir im Wasser waren, war alles voller Quallen und die haben bei Berührung ziemlich gebrannt, kaltes Essigwasser verschaffte uns zum Glück Abhilfe. Also waren wir vielleicht gerade mal 20 Minuten schnorcheln und mussten dann schon wieder aus dem Wasser raus. Immerhin gab es mittags was Richtiges zum Essen. Kurz darauf fuhren wir mit dem Boot zur nächsten Schnorchel-Stelle doch leider war auch hier alles voller Quallen. Dann begann es noch stark zu regnen und der Ausflug flog sprichwörtlich „ins Wasser“. Wir waren froh als wir im Hotel ankamen.

 

Unser letzter Stop in Vietnam war Saigon (Ho Chi Minh City). Mit dem Sleeper Bus kamen wir nach 12 Stunden Fahrt in der verrückten Stadt an. Zuerst einmal war es sehr laut, 1000 Mopeds, dreckig und chaotisch. Dort eine Straße zu überqueren ist einfach nur lebensgefährlich, aber man gewöhnt sich irgendwie an alles und nach drei Tagen war es schon fast normal für uns, wenn die Mopeds um uns herumfuhren, wenn wir die Straßenseite wechselten. Das Central Post Office, den Independence Palace und die Notre Dame Cathedral haben wir per Fuß erkundet. Den Rest der Zeit verbrachten wir mit der weiteren Reiseplanung für Kambodscha. Unser Erstes Ziel ist Phnom Penh. Die Hauptstadt Kambodschas. Die Reise dorthin dauert wieder 12 Stunden mit dem Bus. Aber das schreckt uns nicht mehr ab 😉

28 Tage waren wir in Vietnam. Länger als wir vor hatten zu bleiben. Aber bei so einem schönen, vielfältigen Land ändert man gerne seine Reisepläne.

Autor: natidas.life

Ich bin Natalie, 29 Jahre alt, (fast) immer gut drauf und lebensfroh. Ich liebe meine bessere Hälfte David, gutes Essen, Reisen und das Leben :-) Zusammen leben wir unseren Traum und reisen ab August 2018 für 1 Jahr um die Welt.

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