Kambodscha

Von Saigon fuhren wir mit dem Bus über die Grenze nach Phnom Penh in Kambodscha. Nachmittags kamen wir in der Unterkunft, die wir zuvor gebucht hatten, an. Ein kleines Hotel, etwas außerhalb der Stadt. Nach dem Auspacken haben wir es uns zuerst mal am Pool gemütlich gemacht. Später sind wir dann losgezogen und haben die Gegend erkundet. Viel zu sehen gab es nicht und es war auch nicht gerade die beste Gegend. Zwielichtige Gestalten, Ratten und alles voller Müll. Sind dann in ein kleines Restaurant eingekehrt und testeten das kambodschanische Gericht AMOK Fish. Es hat uns sehr gut geschmeckt und der Service des Restaurants war ausgezeichnet. Spätestens da wurde uns bewusst, dass Kambodscha kein so günstiges Land ist. Die landeseigene Währung, der Kambodschaner ist der Riel. Allerdings bevorzugen sie USD. Dadurch ist vieles teurer im Vergleich zu Thailand, Laos und Vietnam. 

Für den nächsten Tag vereinbarten wir mit einem Tuk Tuk-Fahrer eine Tour zu den Killing Fields und danach zum ehemaligen Gefängnis S21. Der Tag fing gut an, super Wetter und pünktliche Abholung. Ich habe den Tuk Tuk-Fahrer gebeten uns zu einem Handy-Shop zu fahren, damit ich mir eine Simkarte für Kambodscha kaufen kann. Aber wie es eben hier so ist, wurden wir zu einem kleinem Stand in einer ziemlich heruntergekommenen Gegend gefahren. Zu einem Kollegen unserer Fahrers. Same, same, but different… Diesen Satz hört man öfters wenn man in Asien unterwegs ist. Ich habe mich zuvor im Internet informiert und wollte eine Simkarte des Anbieters „metfone“ oder „smart“. Der Einheimische Handy-Shop Besitzer konnte leider kein einziges Wort Englisch und nach langem hin und her hab ich mich dann für den Anbieter „seatel“ entschieden. Das war ein Fehler wie sich später herausstellte. Ich hatte so gut wie nie Empfang, geschweige denn Internet das funktionierte. Tja, 7 USD für die „Katz“. 

Bei der Fahrt zu den Killing Fields, die 40 Minuten dauerte, fuhren wir durch die Slums und sahen die Armut der Kambodschaner. Das Land ist immer noch geprägt vom Krieg, dessen Ende 1998 noch nicht lange her ist. Den Einwohnern ist Schlimmes durch das Regime der Roten Khmer widerfahren,  2 Millionen Menschen wurden auf grausame Weise getötet, was bei einem Besuch der Killing Fields (Massengräber) deutlich sichtbar wird. Eine sehr trauriges Kapitel in der Geschichte Kambodschas. 

Angekommen bei den Killing Fields wurden wir mit einem Audio Guide ausgestattet, dieser führte uns durch die einzelnen Stationen und erzählte uns die traurige Wahrheit. Das lässt niemanden kalt. Es war wirklich sehr bedrückend, aber wir finden dass es auf jeden Fall einen Besuch wert war. 

Etwas geknickt ging unsere Tuk Tuk-Fahrt dann weiter zum Tuol-Sleng-Genozid-Museum, eine ehemalige Schule welche von den Roten Khmer als Gefängnis genutzt wurde (auch bekannt als S21) auch ein sehr trauriger Ort.

Um auf andere Gedanken zu kommen ließen wir uns danach in die Stadt fahren um ein Bus-Ticket für unsere Weiterreise nach Sihanoukville zu kaufen. Wir entschieden uns für einen Transfer via Mini-Van. Die Fahrt sollte 6 Stunden dauern. Danach war unser Plan mit einem Speed-Boat weiter auf die Insel Koh Rong Sanloem weiter zu reisen. 

Die Mini-Van Fahrt war alles andere als bequem. In dem Fahrzeug hatten 12 Leute Platz, dieses wurde jedoch mit 16 Leuten vollgestopft inkl. Gepäck. Da wir nicht gerade die Kleinsten sind hatten wir überhaupt keinen Platz und zu allem Übel hatten wir auch noch ein kotzendes Kind genau hinter uns. Na bravo! 

Wir kamen also alles andere wie entspannt in Sihanoukville an und waren froh dass wir sogleich mit dem Speed Boat weiter reisen konnten. Die Stadt war alles andere als schön. Hunderte Baustellen zierten das Stadtbild. Auf der 45 minütigen Fahrt nach Koh Rong Sanloem lernten wir Marina und Hannes, ebenfalls Weltreisende, kennen. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden.

Die Insel empfing uns mit türkisfarbenem Wasser, weißem Sandstrand und strahlend blauem Himmel. Wir waren sofort verzaubert. Unsere Wege trennten sich denn die beiden hatten eine Unterkunft auf der anderen Seite der Insel gebucht. Wir marschierten vom Anleger-Pier los. 40 Minuten in der prallen Sonne stapften wir am Strand entlang zu unserem Bungalow und wurden dort herzlich von Martin, dem Manager, empfangen. Das kleine Bungalow hatte alles was man braucht. Die nächsten Tage verbrachten wir lesend am Strand. Später haben wir Hannes und Marina wieder getroffen. Wir verbrachten einen lustigen Nachmittag zusammen und verabredeten uns für den nächsten Tag bei Ihnen am Strand.

Ein 30 minütiger, sehr beschwerlicher Pfad mitten durch den Dschungel führte uns über Felsen, Wurzeln und Schlammwegen zu ihnen zum Sunset Beach. Das war echt abenteuerlich. Nachts würden wir diesen Pfad meiden, untertags geht’s mit gutem Schuhwerk 😉. Die nächsten Tage verbrachten wir ebenfalls mit den beiden. Wir waren einfach auf einer Wellenlänge und hatten eine super Zeit zu viert. Den Lazy Beach haben wir uns auch angeschaut. Ganz idyllisch dort und super schöne Sonnenuntergänge. Hier muss man auch durch den Dschungel, allerdings nur über Sandwege. In ca. 20 Minuten war auch dieser Strand erreicht und wir wurden mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt. Danach mussten wir im Dunkeln zurück laufen. Mit Taschenlampe ging es, aber ganz wohl war uns nicht dabei. Am nächsten Tag trennten sich unsere Wege. David und ich sind mit dem Bus weiter gereist nach Siem Reap und die beiden blieben noch ein paar Tage länger auf der Insel. Es war uns ein Vergnügen euch kennen gelernt zu haben. Gute Reise 😄

Früh morgens in Siem Reap angekommen konnten wir sogleich im Hostel einchecken und erst mal Schlaf nachholen. Dann haben wir eine Tuk-Tuk Tour nach Angkor Wat gebucht. Wir haben uns für eine 1 Tages-Tour entschieden. 37 USD für ein Tages-Ticket ist ein ganz schön stolzer Preis und in einem Tag kann man 5 bis 6 Tempel besichtigen. Das hat uns dann auch gereicht. Wir besichtigten Angkor Wat, Angkor Thom, Bayon, Takeo und Ta Prohm. Für uns reichte das 1 Tagesticket mehr als 😅. Jeder der Tempel war auf eine andere besondere Art schön und beeindruckend. Für uns klarer Favorit nach diesem Tag war aber der Tempel im Dschungel mit den riesigen Bäumen die ihre Wurzeln um die Tempel Ruinen geschlungen haben – Ta Prohm 😍 Der hat etwas mystisches und uns schwer beeindruckt. Man kennt ihn auch aus dem bekannten Film Tomb Raider. Am nächsten Tag ging unsere Reise Nachmittags weiter, zum Flughafen.

Besuch aus der Heimat wartet dort auf uns ❤️ Vanessa, Moni und Boris jetzt wird Singapur und Malaysia unsicher gemacht. Jippiiieh 🙌

Autor: natidas.life

Ich bin Natalie, 29 Jahre alt, (fast) immer gut drauf und lebensfroh. Ich liebe meine bessere Hälfte David, gutes Essen, Reisen und das Leben :-) Zusammen leben wir unseren Traum und reisen ab August 2018 für 1 Jahr um die Welt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s